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Yersinia enterocolitica ist ein Darmbakterium, das Yersiniose verursacht – eine Infektionskrankheit mit Bauchschmerzen, Durchfall und Fieber. Die Übertragung erfolgt meist über kontaminierte Lebensmittel.
Yersinia enterocolitica ist ein Darmbakterium, das Yersiniose verursacht – eine Infektionskrankheit mit Bauchschmerzen, Durchfall und Fieber. Die Übertragung erfolgt meist über kontaminierte Lebensmittel.
Yersinia enterocolitica ist ein gramnegativer Stäbchenbakterie aus der Familie der Enterobacteriaceae. Dieses Bakterium ist ein bedeutender Erreger von Magen-Darm-Infektionen (Yersiniose) beim Menschen. Es kommt weltweit vor und befällt vor allem den unteren Dünndarm sowie den Blinddarm. Bestimmte Stämme sind für den Menschen krankheitsauslösend (pathogen), während andere Stämme harmlos sind.
Die Infektion mit Yersinia enterocolitica erfolgt in der Regel durch die Aufnahme kontaminierter Lebensmittel oder verunreinigten Wassers. Typische Infektionsquellen sind:
Das Bakterium kann sich auch bei Kühlschranktemperaturen (2–8 °C) vermehren, was es von vielen anderen Lebensmittelerregern unterscheidet. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten, aber möglich, insbesondere bei mangelhafter Händehygiene.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 1–11 Tage nach der Aufnahme des Erregers. Die Symptome variieren je nach Alter und Immunstatus des Betroffenen:
Die Diagnose einer Yersiniose erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Da Yersinia enterocolitica spezielle Kulturbedingungen benötigt, ist es wichtig, beim Einsenden von Stuhlproben auf den Verdacht einer Yersinieninfektion hinzuweisen.
Bei gesunden Erwachsenen und Kindern heilt die Yersiniose in der Regel innerhalb von 1–3 Wochen ohne spezifische antibiotische Behandlung ab. In diesen Fällen stehen symptomatische Maßnahmen im Vordergrund:
Eine antibiotische Behandlung ist indiziert bei:
Eingesetzte Antibiotika umfassen unter anderem Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Fluorochinolone (z. B. Ciprofloxacin) sowie Drittgenerations-Cephalosporine. Die Wahl des Antibiotikums richtet sich nach dem Resistenzprofil des Erregers.
Zur Vorbeugung einer Infektion mit Yersinia enterocolitica empfehlen sich folgende Maßnahmen:
In Deutschland besteht gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Meldepflicht für den direkten Erregernachweis von Yersinia enterocolitica. Laboratorien sind verpflichtet, positive Befunde an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.
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