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Yersinia pseudotuberculosis ist ein gramnegativer Bakterienstamm, der beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen und in seltenen Faellen schwere Infektionen verursachen kann.
Yersinia pseudotuberculosis ist ein gramnegativer Bakterienstamm, der beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen und in seltenen Faellen schwere Infektionen verursachen kann.
Yersinia pseudotuberculosis ist ein gramnegatives, staebchenfoermiges Bakterium aus der Familie der Enterobacteriaceae. Es gehoert zur Gattung Yersinia, zu der auch der Pesterreger Yersinia pestis und der Durchfallerreger Yersinia enterocolitica zaehlen. Der Name leitet sich von der Faehigkeit des Bakteriums ab, beim Menschen tuberkuloseaehnliche Veraenderungen an den Lymphknoten zu erzeugen, obwohl es biologisch nichts mit dem Tuberkuloseerreger zu tun hat.
Die Infektion mit Yersinia pseudotuberculosis erfolgt in der Regel durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser. Tierkot, insbesondere von Nagetieren, Voegeln und Haustieren, stellt eine haeufige Infektionsquelle dar. Das Bakterium kann sich auch bei niedrigen Temperaturen (z. B. im Kuehlschrank) vermehren, was als Psychrotrophie bezeichnet wird.
Die Erkrankung aeussert sich haeufig als Mesenteriallymphadenitis (Entzuendung der Lymphknoten im Bauchraum), die Symptome einer akuten Blinddarmentzuendung (Appendizitis) nachahmen kann. Typische Beschwerden sind:
In seltenen Faellen, insbesondere bei immungeschwaechtenten Personen, kann es zu einer Sepsis (Blutvergiftung) oder einer Ausbreitung der Infektion auf andere Organe kommen. Eine reaktive Arthritis oder Erythema nodosum (schmerzhafte Hautknoetchen) koennen als Spaetfolgen auftreten.
Die Diagnose wird in der Regel durch mikrobiologische Untersuchungen gesichert. Dabei kommen folgende Methoden zum Einsatz:
In den meisten Faellen heilt die Infektion beim Gesunden spontan und ohne spezifische Therapie aus. Bei schwerem Verlauf oder bei Risikopatienten ist eine antibiotische Behandlung erforderlich. Yersinia pseudotuberculosis ist in der Regel empfindlich gegenueber:
Begleitend werden bei Bedarf symptomatische Massnahmen wie ausreichende Fluessigkeitszufuhr und Schmerzmittel eingesetzt. Bei Verdacht auf Sepsis ist eine sofortige stationaere Behandlung notwendig.
Zur Vorbeugung einer Infektion mit Yersinia pseudotuberculosis empfehlen sich folgende Hygienemassnahmen:
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