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Die Zähneknirschentherapie behandelt Bruxismus – das unbewusste Knirschen oder Pressen der Zähne. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Methoden und Behandlungsoptionen.
Die Zähneknirschentherapie behandelt Bruxismus – das unbewusste Knirschen oder Pressen der Zähne. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Methoden und Behandlungsoptionen.
Die Zähneknirschentherapie umfasst alle medizinischen und zahnmedizinischen Maßnahmen zur Behandlung von Bruxismus – dem unbewussten Knirschen, Reiben oder Pressen der Zähne. Bruxismus tritt häufig nachts während des Schlafs auf (sogenannter Schlafbruxismus), kann aber auch tagsüber vorkommen (Wachbruxismus). Unbehandelt kann Zähneknirschentherapie zu erheblichen Zahnschäden, Kieferschmerzen und weiteren gesundheitlichen Beschwerden führen.
Die genauen Ursachen des Zähneknirschens sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird von einem multifaktoriellen Geschehen ausgegangen. Zu den häufigsten Auslösern zählen:
Bruxismus kann eine Vielzahl von Beschwerden verursachen, die oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden:
Die Diagnose von Bruxismus erfolgt in der Regel durch einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden. Folgende Methoden kommen zum Einsatz:
Die Aufbissschiene ist die am häufigsten eingesetzte Behandlung bei Bruxismus. Sie wird individuell vom Zahnarzt angepasst und nachts getragen. Die Schiene schützt die Zähne vor weiterem Abrieb, reduziert die Belastung des Kiefergelenks und kann die Kaumuskulatur entspannen. Sie behandelt jedoch nicht die Ursache des Knirschens selbst.
Physiotherapeutische Maßnahmen zielen darauf ab, die Kau- und Nackenmuskulatur zu lockern und Verspannungen zu lösen. Gezielte Dehnübungen, Massagen und manuelle Therapie des Kiefergelenks können die Beschwerden deutlich lindern.
Da Stress ein zentraler Auslöser von Bruxismus ist, spielen psychologische Therapieverfahren eine wichtige Rolle. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Biofeedback, progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Achtsamkeitsübungen können helfen, den Stresspegel dauerhaft zu senken und das Knirschen zu reduzieren.
Beim Biofeedback werden Sensoren an der Kiefermuskulatur angebracht, die dem Patienten in Echtzeit Rückmeldung über die Muskelspannung geben. Durch gezieltes Training lernen Betroffene, die unbewusste Anspannung bewusst wahrzunehmen und zu kontrollieren.
Bei schweren Fällen kann Botulinum-Toxin (Botox) in die Kaumuskulatur (Musculus masseter) injiziert werden. Dies schwächt die Muskelaktivität vorübergehend und reduziert so die Krafteinwirkung beim Knirschen. Die Wirkung hält in der Regel drei bis sechs Monate an und muss wiederholt werden.
In bestimmten Fällen können Muskelrelaxanzien, Schlafmittel oder Anxiolytika kurzfristig eingesetzt werden. Diese Maßnahmen sind jedoch meist nur als ergänzende Behandlung geeignet und nicht für den Langzeiteinsatz empfohlen.
Bei bereits eingetretenen Zahnschäden durch Bruxismus sind restaurative zahnärztliche Maßnahmen notwendig. Dazu gehören Kronen, Veneers oder Füllungen, um die abgenutzten Zahnoberflächen wiederherzustellen.
Neben den professionellen Therapien können Betroffene selbst einiges tun, um Bruxismus entgegenzuwirken:
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