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Zellteilungsmarker sind Biomarker, die die Aktivität der Zellteilung anzeigen. Sie spielen in der Diagnostik von Tumoren und Entzündungen eine zentrale Rolle.
Zellteilungsmarker sind Biomarker, die die Aktivität der Zellteilung anzeigen. Sie spielen in der Diagnostik von Tumoren und Entzündungen eine zentrale Rolle.
Zellteilungsmarker (auch Proliferationsmarker genannt) sind biologische Moleküle – häufig Proteine oder genetische Strukturen – die anzeigen, wie aktiv sich Zellen in einem Gewebe teilen. Die Zellteilung (Proliferation) ist ein normaler körperlicher Prozess, der für Wachstum, Gewebereparatur und Immunabwehr unerlässlich ist. Wenn Zellen sich jedoch unkontrolliert teilen, kann dies auf eine Erkrankung wie Krebs hinweisen. Die Messung von Zellteilungsmarkern liefert wichtige Informationen über den Zustand und das Verhalten von Geweben.
Zellteilungsmarker werden vor allem in der Onkologie (Krebsmedizin), der Pathologie und der Grundlagenforschung eingesetzt. Sie helfen Ärzten dabei, den Schweregrad einer Erkrankung einzuschätzen, das Ansprechen auf eine Therapie zu überwachen und die Prognose eines Patienten zu bewerten. Darüber hinaus werden sie in der Forschung genutzt, um das Verhalten von Krebszellen besser zu verstehen.
Ki-67 ist der bekannteste und am weitesten verbreitete Zellteilungsmarker. Es handelt sich um ein Protein, das ausschließlich in sich aktiv teilenden Zellen vorkommt. In ruhenden Zellen ist Ki-67 nicht nachweisbar. Der Ki-67-Index gibt an, wie viel Prozent der Zellen in einer Gewebeprobe sich gerade im Teilungsprozess befinden. Ein hoher Ki-67-Index deutet auf ein schnell wachsendes Gewebe hin und ist bei vielen Krebserkrankungen ein Hinweis auf eine aggressivere Tumorbiologie.
PCNA ist ein weiteres wichtiges Protein, das an der DNA-Replikation beteiligt ist und als Marker für die Zellteilung dient. Es ist ein Hilfsmolekul der DNA-Polymerase und unentbehrlich für die Verdopplung des Erbguts vor jeder Zellteilung. PCNA wird häufig in histologischen (gewebemikroskopischen) Untersuchungen bestimmt.
Der Mitoseindex gibt die Anzahl der Zellen an, die sich in einer bestimmten Gewebfläche gerade in der Mitosephase (dem sichtbaren Stadium der Zellteilung) befinden. Er wird direkt unter dem Mikroskop ausgewertet und ist ein klassischer Parameter in der Tumorpathologie, zum Beispiel bei der Beurteilung von Brustkrebs oder Weichteiltumoren.
Die Bestimmung von Zellteilungsmarkern erfolgt in der Regel an Gewebeproben (Biopsien), die im Rahmen einer Operation oder einer Nadelbiopsie gewonnen wurden. Die am häufigsten eingesetzte Methode ist die Immunhistochemie: Dabei werden spezifische Antikörper eingesetzt, die an den jeweiligen Marker binden und ihn unter dem Mikroskop sichtbar machen. Alternativ kommen auch molekularbiologische Methoden wie die Durchflusszytometrie oder PCR-basierte Verfahren zum Einsatz, insbesondere in der Forschung.
In vielen Tumorentitäten ist ein hoher Zellteilungsmarker-Wert mit einer schlechteren Prognose verbunden. Dies bedeutet, dass Patienten mit stark proliferierenden Tumoren häufig aggressivere Therapieformen benötigen. Allerdings sind Zellteilungsmarker immer im Kontext anderer klinischer und pathologischer Parameter zu bewerten – sie sind ein wichtiges, aber kein alleiniges Entscheidungskriterium.
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