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Die Zonulinmarkeranalyse misst den Zonulinspiegel im Blut oder Stuhl und gibt Hinweise auf die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut – relevant bei Verdacht auf Leaky-Gut-Syndrom.
Die Zonulinmarkeranalyse misst den Zonulinspiegel im Blut oder Stuhl und gibt Hinweise auf die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut – relevant bei Verdacht auf Leaky-Gut-Syndrom.
Die Zonulinmarkeranalyse ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem der Gehalt des Proteins Zonulin in einer Blut- oder Stuhlprobe gemessen wird. Zonulin ist ein körpereigenes Signalprotein, das die Durchlässigkeit der sogenannten Tight Junctions reguliert – das sind enge Verbindungen zwischen den Zellen der Darmschleimhaut. Ein erhöhter Zonulinspiegel gilt als Hinweis auf eine gesteigerte Darmpermeabilität, die im klinischen Alltag häufig als Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet wird.
Zonulin wurde in den frühen 2000er-Jahren von dem Gastroenterologen Alessio Fasano entdeckt und beschrieben. Es handelt sich um ein Protein, das von Darm- und Leberzellen produziert wird und die parazelluläre Permeabilität des Darms steuert. Eine erhöhte Zonulinproduktion kann dazu führen, dass die Tight Junctions geöffnet werden und Substanzen wie Bakterien, Toxine oder unverdaute Nahrungsbestandteile leichter in den Blutkreislauf übergehen.
Die Analyse wird häufig bei folgenden Beschwerden oder Erkrankungen in Betracht gezogen:
Die Zonulinmarkeranalyse kann aus zwei verschiedenen Probenmaterialien erfolgen:
Die Messung erfolgt in der Regel mittels ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay), einem immunologischen Testverfahren, das spezifische Proteine anhand von Antikörperreaktionen quantifiziert.
Ein erhöhter Zonulinwert kann auf eine gesteigerte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut hinweisen. Folgende Faktoren können den Zonulinspiegel beeinflussen:
Es ist wichtig zu beachten, dass ein erhöhter Zonulinwert allein keine gesicherte Diagnose erlaubt. Die Ergebnisse müssen stets im klinischen Kontext und in Zusammenschau mit anderen Befunden bewertet werden.
Die Zonulinmarkeranalyse ist in der Schulmedizin noch nicht vollständig etabliert und wird unterschiedlich bewertet. Während einige Studien einen Zusammenhang zwischen erhöhten Zonulinwerten und verschiedenen Erkrankungen belegen, wird die klinische Aussagekraft des Tests von einem Teil der medizinischen Fachwelt noch kritisch diskutiert. Insbesondere die Standardisierung der Messmethoden sowie die Definition klarer Referenzwerte sind Gegenstand laufender Forschung.
In der komplementären und funktionellen Medizin ist die Analyse jedoch weit verbreitet und wird als Teil eines umfassenderen Diagnosepanels zur Beurteilung der Darmgesundheit eingesetzt.
Je nach Befund können folgende Maßnahmen eingeleitet werden:
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