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Die Zungengrundtonsille ist lymphatisches Gewebe am Zungengrund und Teil des Immunsystems. Sie kann sich entzünden und Schluckbeschwerden verursachen.
Die Zungengrundtonsille ist lymphatisches Gewebe am Zungengrund und Teil des Immunsystems. Sie kann sich entzünden und Schluckbeschwerden verursachen.
Die Zungengrundtonsille (lateinisch: Tonsilla lingualis) ist eine Ansammlung von lymphatischem Gewebe, das sich am Zungengrund befindet – also im hinteren Bereich der Zunge, nahe dem Racheneintritt. Sie ist ein Teil des sogenannten Waldeyerschen Rachenrings, eines ringförmigen Systems aus lymphatischem Gewebe im Mund- und Rachenraum, das als erste immunologische Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger dient.
Im Gegensatz zu den häufiger bekannten Gaumentonsillen (Mandeln) ist die Zungengrundtonsille weniger prominent, kann jedoch bei Entzündungen oder Vergrößerungen erhebliche Beschwerden verursachen.
Die Zungengrundtonsille besteht aus zahlreichen Lymphfollikeln, die in die Schleimhaut des Zungengrundes eingebettet sind. Diese Follikel produzieren Immunzellen, insbesondere Lymphozyten, die eindringende Viren und Bakterien erkennen und bekämpfen.
Eine Entzündung der Zungengrundtonsille (Tonsillitis lingualis) kann akut oder chronisch auftreten. Sie wird häufig durch Viren (z. B. Adenoviren, Epstein-Barr-Virus) oder Bakterien (z. B. Streptokokken) ausgelöst. Typische Symptome sind:
Eine Vergrößerung der Zungengrundtonsille kann chronisch auftreten und verschiedene Ursachen haben, darunter wiederkehrende Infektionen, hormonelle Veränderungen oder gastroösophagealer Reflux. Eine hypertrophe Zungengrundtonsille kann zu folgenden Beschwerden führen:
In seltenen Fällen können an der Zungengrundtonsille gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Gewebeveränderungen auftreten. Plattenepithelkarzinome im Bereich des Zungengrundes sind eine ernsthafte, aber seltene Erkrankung, die häufig mit einer HPV-Infektion (Humane Papillomviren) in Verbindung gebracht wird. Anhaltende Beschwerden sollten daher ärztlich abgeklärt werden.
Die Diagnose von Erkrankungen der Zungengrundtonsille erfolgt durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Folgende Untersuchungsmethoden kommen zum Einsatz:
Bei einer akuten Entzündung der Zungengrundtonsille stehen zunächst konservative Maßnahmen im Vordergrund:
Bei chronischer Vergrößerung mit erheblichen Beschwerden oder bei schlafbezogenen Atemstörungen kann eine operative Verkleinerung oder Entfernung der Zungengrundtonsille notwendig sein. Moderne Verfahren umfassen:
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