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Die Zystitisprophylaxe umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung von Blasenentzündungen. Sie richtet sich vor allem an Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten.
Die Zystitisprophylaxe umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung von Blasenentzündungen. Sie richtet sich vor allem an Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten.
Die Zystitisprophylaxe bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die darauf abzielen, das Auftreten einer Zystitis (Blasenentzündung) zu verhindern oder deren Häufigkeit zu reduzieren. Besonders Frauen leiden häufig unter wiederkehrenden Blasenentzündungen, da die weibliche Harnröhre kürzer ist und Bakterien leichter in die Blase gelangen können. Die Prophylaxe umfasst sowohl nicht-medikamentöse als auch medikamentöse Ansätze.
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko, häufige Harnwegsinfekte zu entwickeln. Dazu gehören:
Viele prophylaktische Maßnahmen lassen sich im Alltag ohne Medikamente umsetzen:
Cranberry-Extrakte enthalten Proanthocyanidine (PAC), die verhindern, dass sich Escherichia coli-Bakterien an der Blasenschleimhaut festsetzen können. Studien zeigen eine moderate Schutzwirkung bei Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten, insbesondere bei regelmäßiger Einnahme standardisierter Extrakte.
D-Mannose ist ein einfacher Zucker, der ebenfalls die Anheftung von E. coli-Bakterien an die Schleimhaut der Harnwege hemmt. Er wird über den Urin ausgeschieden und kann in Pulver- oder Tablettenform eingenommen werden. Erste klinische Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse.
Bestimmte Lactobacillus-Stämme können die Vaginalflora stabilisieren und das Risiko aufsteigender Infektionen senken. Sie werden oral oder vaginal angewendet.
Bei postmenopausalen Frauen kann eine lokale Östrogentherapie (vaginale Applikation) die Schleimhaut stärken und die natürliche Vaginalflora wiederherstellen, was das Infektionsrisiko deutlich senkt.
Bei Patientinnen mit sehr häufigen Rezidiven kann eine niedrig dosierte Antibiotika-Prophylaxe (z. B. mit Nitrofurantoin, Trimethoprim oder Fosfomycin) über mehrere Monate erwogen werden. Diese Maßnahme sollte stets ärztlich begleitet werden, da sie das Risiko von Antibiotikaresistenzen erhöhen kann.
Es gibt Immunstimulanzien auf Basis von Bakterienbestandteilen (z. B. OM-89, Handelsname Uro-Vaxom), die das Immunsystem spezifisch gegen häufige Harnwegskeime stimulieren und die Rezidivrate senken können.
Bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen (mehr als 2 pro Jahr), bei Beschwerden trotz prophylaktischer Maßnahmen oder bei Anzeichen einer aufsteigenden Infektion (Fieber, Flankenschmerzen) sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Eine individuelle Abklärung von Risikofaktoren ist entscheidend für eine wirksame Prophylaxe.
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