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Adenovirus – symptoms, infection, treatment, and prevention

Adenoviruses are widespread and often harmless, but can cause very different symptoms depending on the situation. Here you can find out how to recognize an infection, how it is transmitted, and what really helps.

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Vielleicht hattest Du schon einmal eine hartnäckige Erkältung, eine plötzliche Bindehautentzündung oder Durchfall bei Kindern und hast Dich gefragt, woher das kommt? Adenoviren gehören zu den häufigsten Auslösern solcher Beschwerden und begegnen uns im Alltag öfter, als vielen bewusst ist. Sie sind äußerst anpassungsfähig, können lange in der Umwelt überleben und ganz unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen. Genau deshalb ist es wichtig, Symptome richtig einzuordnen und gezielt zu handeln. In diesem ausführlichen Beitrag erhältst Du einen Überblick mit Tipps für den Alltag. 

Was ist ein Adenovirus? Definition und Eigenschaften

Adenoviren sind DNA-Viren, die beim Menschen zahlreiche Infektionen verursachen können. Sie befallen vor allem die Schleimhäute der Atemwege, des Darms, der Augen und seltener auch der Harnwege. Charakteristisch ist ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Dadurch können sie auf Oberflächen lange infektiös bleiben und sich leicht verbreiten. Wichtige Eigenschaften von Adenoviren sind:

  • Unbehüllte DNA-Viren mit hoher Stabilität
  • Mehr als 100 bekannte Typen, davon über 50 humanpathogen
  • Häufige Infektionen im Kindesalter
  • Teilweise lebenslange Immunität gegen einzelne Typen

Adenovirus Symptome: So unterschiedlich sind Beschwerden

Die Symptome einer Adenovirus-Infektion sind extrem vielfältig und hängen stark vom Virustyp, dem Infektionsort und Deinem Immunsystem ab. Oft ähneln sie zunächst einer normalen Erkältung, können sich aber auch deutlich anders äußern.

Atemwegsinfektion durch Adenoviren

Infektionen der oberen Atemwege gehören zu den häufigsten Verlaufsformen. Besonders Kinder sind betroffen, aber auch Erwachsene können erkranken. Typische Symptome umfassen:

  • Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Schnupfen mit klarem oder schleimigem Sekret
  • Husten, teils trocken, teils produktiv
  • Fieber, vor allem bei Kindern
  • Heiserkeit und allgemeines Krankheitsgefühl

Im Anschluss an diese Symptome fühlen sich viele Betroffene mehrere Tage lang schlapp. Die Beschwerden klingen in der Regel von selbst ab, können aber hartnäckiger sein als bei einer gewöhnlichen Erkältung.

Adenovirus und Magen-Darm-Symptome

Bestimmte Adenovirus-Typen, insbesondere Typ 40 und 41, verursachen Durchfallerkrankungen. Diese Form betrifft vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Häufige Magen-Darm-Symptome umfassen:

  • Wässriger Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen und Krämpfe
  • Fieber und Appetitlosigkeit

Gerade bei kleinen Kindern besteht das Risiko einer Austrocknung. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Bindehautentzündung durch Adenoviren

Adenoviren sind eine der häufigsten Ursachen für hoch ansteckende Bindehautentzündungen. Diese treten oft plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Typische Anzeichen am Auge:

Adenovirus-bedingte Bindehautentzündung mit gerötetem Auge
  • Stark gerötete Augen
  • Fremdkörpergefühl oder Brennen
  • Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
  • Verklebte Lider am Morgen

Diese Form wird auch als epidemische Keratokonjunktivitis bezeichnet und kann mehrere Wochen anhalten. In dieser Zeit ist besondere Hygiene entscheidend.

In bestimmten Fällen können Adenoviren schwerere Erkrankungen auslösen. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind davon betroffen. Dazu zählen Lungenentzündungen, Leberentzündungen oder Infektionen der Harnwege. Solche Verläufe sind selten, erfordern aber eine medizinische Betreuung.

Wie werden Adenoviren übertragen?

Adenoviren sind wahre Übertragungskünstler. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich auf mehreren Wegen verbreiten und außerhalb des Körpers lange infektiös bleiben können. Häufig erfolgt die Ansteckung über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen in die Luft gelangen und von anderen eingeatmet werden. Ebenso spielen Schmierinfektionen eine große Rolle: Wenn Viren über die Hände auf Oberflächen gelangen, können sie von dort weitergegeben werden. Auch der Kontakt mit kontaminiertem Wasser, beispielsweise in Schwimmbädern, kann eine Infektion begünstigen. Nach der Ansteckung liegt die Inkubationszeit in der Regel zwischen 2-14 Tagen. In dieser Zeit können Infizierte das Virus bereits weitergeben, ohne selbst Symptome zu bemerken.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für Adenovirus-Infektionen?

Grundsätzlich kann sich jeder mit Adenoviren infizieren. Bestimmte Gruppen sind jedoch anfälliger für schwere oder häufige Verläufe. Zu den Risikogruppen zählen Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Personen sowie Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas oder Pflegeheimen leben oder arbeiten. Für diese Gruppen ist Prävention besonders wichtig, da Komplikationen bei ihnen häufiger auftreten können.

Behandlung einer Adenovirus-Infektion

In der Regel gibt es keine spezifische antivirale Therapie gegen Adenoviren. Die Behandlung ist deshalb symptomorientiert und zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern. In den meisten Fällen erholen sich die Betroffenen innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig. Hier findest Du bewährte Maßnahmen zur Linderung:

  • Ausreichend Ruhe und Schlaf
  • Viel trinken, besonders bei Fieber oder Durchfall
  • Fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente nach ärztlicher Rücksprache
  • Augentropfen bei Bindehautentzündung
  • Inhalationen bei Atemwegsbeschwerden

Schonung und eine ausgewogene Ernährung stärken beispielsweise das Immunsystem. Ergänzend können bestimmte Mikronährstoffe wie Vitamin C, Vitamin D und Zink die Immunfunktion unterstützen. Auch Lactoferrin, ein körpereigenes Protein mit immunmodulierenden Eigenschaften, wird in der Forschung als unterstützender Faktor bei Virusinfektionen diskutiert, insbesondere im Zusammenhang mit der Abwehr an Schleimhäuten.

Prävention: So schützt Du Dich vor Adenoviren

Da Adenoviren sehr widerstandsfähig sind, spielt Hygiene eine zentrale Rolle. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber Du kannst das Risiko deutlich senken. Hier findest Du wichtige Präventionsmaßnahmen:

Gründliches Händewaschen mit Seife zur Prävention von Virusinfektionen
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Eigene Handtücher und Waschlappen verwenden
  • Kontakt mit Erkrankten möglichst meiden
  • Flächen regelmäßig reinigen und desinfizieren
  • In Schwimmbädern auf gute Wasserhygiene achten
  • Hände nicht ins Gesicht bringen 
  • Gute Raumlüftung zur Reduktion von Aerosolen

Nach diesem Maßnahmen bist Du deutlich besser geschützt, auch wenn Adenoviren nie ganz vermeidbar sind.

Fazit: Das wichtigste auf einen Blick

Adenoviren sind weit verbreitet und für die meisten Menschen harmlos. Sie können jedoch sehr unterschiedliche Symptome verursachen. Wenn bekannt ist, wie Adenoviren übertragen werden, welche Beschwerden typisch sind und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind, lässt sich ein großer Teil der Unsicherheit vermeiden. Achte auf Hygiene, höre auf Deinen Körper und scheue dich nicht, bei ungewöhnlichen Verläufen ärztlichen Rat einzuholen. So gehst Du verantwortungsvoll mit deiner Gesundheit um und kannst Adenovirus-Infektionen gelassen begegnen.

Weitere Artikel:

Ergänzende Informationen zur Frage, wie sich das Immunsystem gezielt stärken lässt, findest Du in unseren Artikeln zu Vitamin C, Zink oder Lactoferrin.


Quellen: 

Lion, T. (2014). Adenovirus infections in immunocompetent and immunocompromised patients. Clinical Microbiology Reviews, 27(3), 441–462. https://doi.org/10.1128/CMR.00116-13

Lynch, J., Fishbein, M. & Echavarria, M. (2011). Adenovirus. Seminars in Respiratory And Critical Care Medicine32(04), 494–511. https://doi.org/10.1055/s-0031-1283287

Echavarria, M. (2008). Adenoviruses in immunocompromised hosts. Clinical Microbiology Reviews, 21(4), 704–715. https://doi.org/10.1128/CMR.00052-07

Ison, M. G. & Hayden, R. T. (2016). Adenovirus. Microbiology Spectrum4(4). https://doi.org/10.1128/microbiolspec.dmih2-0020-2015

Kajon, A. E. (2024). Adenovirus infections: new insights for the clinical laboratory. Journal Of Clinical Microbiology62(9), e0083622. https://doi.org/10.1128/jcm.00836-22

Takuissu, G. R., Kenmoe, S., Ebogo-Belobo, J. T., Kengne-Ndé, C., Mbaga, D. S., Bowo-Ngandji, A., Ndzie, J. L. O., Kenfack-Momo, R., Tchatchouang, S., Kenfack-Zanguim, J., Fogang, R. L., Menkem, E. Z., Kame-Ngasse, G. I., Magoudjou-Pekam, J. N., Suffredini, E., Veneri, C., Mancini, P., Ferraro, G. B., Iaconelli, M., La Rosa, G. (2023). Exploring adenovirus in water environments: a systematic review and meta-analysis. International Journal Of Environmental Health Research34(6), 2504–2516. https://doi.org/10.1080/09603123.2023.2255559


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