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Der AA/EPA-Quotient beschreibt das Verhältnis von Arachidonsäure zu Eicosapentaensäure im Blut und gilt als wichtiger Marker für das Entzündungsrisiko.
Der AA/EPA-Quotient beschreibt das Verhältnis von Arachidonsäure zu Eicosapentaensäure im Blut und gilt als wichtiger Marker für das Entzündungsrisiko.
Der AA/EPA-Quotient (auch AA/EPA-Ratio oder AA/EPA-Verhältnis genannt) ist ein Laborwert, der das Verhältnis zweier langkettiger Fettsäuren im Blut beschreibt: Arachidonsäure (AA) und Eicosapentaensäure (EPA). Beide Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle im Entzündungsgeschehen des Körpers, wirken dabei jedoch entgegengesetzt.
Arachidonsäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die aus tierischen Lebensmitteln stammt und im Körper entzündungsfördernde Botenstoffe (sogenannte Eicosanoide) bildet. Eicosapentaensäure hingegen ist eine Omega-3-Fettsäure, die vor allem in fettem Seefisch vorkommt und entzündungshemmend wirkt. Der Quotient aus beiden Werten liefert einen direkten Hinweis auf das Entzündungspotenzial des Organismus.
Ein hoher AA/EPA-Quotient weist auf ein Übergewicht entzündungsfördernder Prozesse hin und wird mit einem erhöhten Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen in Verbindung gebracht. Ein niedriger Quotient spricht für ein ausgeglicheneres Verhältnis und ein geringeres systemisches Entzündungsrisiko.
In westlichen Industrieländern liegt der AA/EPA-Quotient im Blut häufig zwischen 10:1 und 20:1, was auf eine deutliche Dominanz der Arachidonsäure hinweist. Als gesundheitlich günstig gilt ein Wert von etwa 2,5:1 bis 5:1. In Japan, wo traditionell viel Fisch gegessen wird, werden Werte von etwa 1,5:1 bis 3:1 gemessen.
Die Messung erfolgt üblicherweise aus dem nüchternen Vollblut oder aus Blutplasma. Es handelt sich um einen spezialisierten Labortest, der nicht zur Routinediagnostik gehört, aber im Rahmen präventivmedizinischer Untersuchungen oder bei erhöhtem kardiomaskulärem Risiko eingesetzt werden kann.
Der AA/EPA-Quotient wird maßgeblich durch die Ernährung beeinflusst. Wichtige Einflussfaktoren sind:
Zur Senkung eines erhöhten AA/EPA-Quotienten empfehlen sich folgende Maßnahmen:
Eine Änderung des AA/EPA-Quotienten durch Ernährungsanpassung ist messbar und kann bereits nach einigen Wochen bis Monaten eintreten.
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