Acesulfam (E 950) - Süßstoff einfach erklärt
Acesulfam ist ein kalorienfreier künstlicher Süßstoff, der in Lebensmitteln und Getränken als Zuckerersatz eingesetzt wird. Er ist etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker.
Wissenswertes über "Acesulfam"
Acesulfam ist ein kalorienfreier Künstlicher Süßstoff, der in Lebensmitteln und Getränken als Zuckerersatz eingesetzt wird. Er ist etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker.
Was ist Acesulfam?
Acesulfam (auch bekannt als Acesulfam-K oder Acesulfam-Kalium) ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff, der in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet ist. Er wird mit dem Lebensmittelzusatzstoff-Code E 950 gekennzeichnet und zählt zu den nicht-nutritiven Süßungsmitteln, das heißt, er liefert dem Körper so gut wie keine Kalorien. Acesulfam ist etwa 130- bis 200-mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker (Saccharose).
Herstellung und chemische Eigenschaften
Acesulfam wurde 1967 vom deutschen Chemiker Karl Clauss entdeckt und in den 1980er-Jahren in verschiedenen Ländern zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen. Chemisch handelt es sich um ein Kaliumsalz der 6-Methyl-1,2,3-oxathiazin-4(3H)-on-2,2-dioxid-Säure. Die Verbindung ist wasserstabil, hitzebeständig und eignet sich daher auch zum Backen und Kochen. Im Gegensatz zu manchen anderen Süßstoffen bleibt Acesulfam bei hohen Temperaturen stabil, ohne seine süßenden Eigenschaften zu verlieren.
Vorkommen und Verwendung
Acesulfam-K ist in einer Vielzahl von Produkten enthalten, darunter:
- Diät- und Light-Softdrinks
- Zuckerfreie Kaugummis und Bonbons
- Backwaren und Süßigkeiten für Diabetiker
- Joghurts und Milchprodukte mit reduziertem Zuckergehalt
- Tisch-Süßungsmittel
- Mundspülungen und Zahnpasten
- Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel (als Träger- oder Hilfsstoff)
Häufig wird Acesulfam-K mit anderen Süßstoffen wie Aspartam oder Sucralose kombiniert, um einen runderen, zuckähnlicheren Geschmack zu erzielen und einen leicht bitteren Nachgeschmack zu reduzieren.
Verstoffwechselung im Körper
Acesulfam-K wird im menschlichen Körper nicht metabolisiert, das heißt, er wird nicht abgebaut oder in Energie umgewandelt. Er wird nahezu vollständig unverändert über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Aus diesem Grund hat er keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und ist für Menschen mit Diabetes mellitus geeignet.
Sicherheit und Zulassung
Acesulfam-K ist von zahlreichen internationalen Behörden als sicher eingestuft und zugelassen, darunter:
- Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
- Die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA)
- Das Gemeinsame FAO/WHO-Expertenkomitee für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA)
Der Akzeptable Tägliche Aufnahmemenge (ADI-Wert) für Acesulfam-K beträgt laut EFSA 9 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Dieser Wert gibt an, welche Menge eines Stoffes ein Mensch sein ganzes Leben lang täglich aufnehmen kann, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.
Diskutierte Gesundheitsaspekte
Obwohl Acesulfam-K von den Zulassungsbehörden als unbedenklich eingestuft wird, gibt es in der Wissenschaft Diskussionen über mögliche Auswirkungen auf die Darmflora (Mikrobiom) und den Glukosestoffwechsel. Einige Tierstudien deuteten auf mögliche Veränderungen des Darmmikrobioms hin, die Relevanz für den Menschen ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Die Mehrheit der aktuellen wissenschaftlichen Daten unterstützt weiterhin die Sicherheit von Acesulfam-K bei einer Aufnahme innerhalb des ADI-Wertes.
Acesulfam und Zahngesundheit
Da Acesulfam-K nicht von Mundbakterien fermentiert wird, führt es nicht zur Säurebildung im Mund und gilt daher als zahnfreundlich. Es fördert keine Karies und kann daher als Zuckerersatz in zahnfreundlichen Produkten eingesetzt werden.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Scientific Opinion on the re-evaluation of acesulfame K (E 950) as a food additive. EFSA Journal 2000;(1).
- World Health Organization (WHO) / FAO: Evaluation of certain food additives. JECFA Monographs on Acesulfame potassium. Geneva, 2019.
- Tandel, K.R.: Sugar substitutes: Health controversy over perceived benefits. Journal of Pharmacology and Pharmacotherapeutics, 2011;2(4):236-243.
Meistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kaloriengehalt
Kölner Liste
Verwandte Suchbegriffe: Acesulfam