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Schmerzen an der Achillessehne? Alles zur Achillessehnentendinopathie (Achillodynie): Symptome, Ursachen, Diagnose, Übungen und Behandlung.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Achillessehnentendinopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung der Achillessehne, die häufig durch Überlastung entsteht. Sie betrifft vor allem sportlich aktive Menschen und äußert sich durch Schmerzen und Steifigkeit im Fersenbereich.
Die Achillessehnentendinopathie ist eine schmerzhafte Überlastungserkrankung der Achillessehne. Umgangssprachlich wird sie oft Achillessehnenentzündung oder Achillodynie genannt. Tatsächlich handelt es sich aber meist nicht um eine Entzündung, sondern um eine gestörte Heilung des Sehnengewebes nach wiederholter Überlastung. Typisch sind Schmerzen und Steifigkeit oberhalb der Ferse, vor allem morgens und bei Belastung.
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur (Musculus gastrocnemius und Musculus soleus) mit dem Fersenbein (Calcaneus) und ist beim Gehen, Laufen und Springen stark belastet.
| Form | Lage | Besonderheit |
|---|---|---|
| Midportionale Tendinopathie | Mittlerer Sehnenabschnitt, etwa 2 bis 6 cm oberhalb des Fersenbeins | Häufigste Form, oft bei Läufern |
| Insertionale Tendinopathie | Ansatz der Sehne am Fersenbein | Häufig mit knöchernen Veränderungen (z. B. Haglund-Ferse), Übungen müssen angepasst werden |
Meist entsteht die Tendinopathie, wenn die Sehne mehr Belastung erhält, als sie verkraften und reparieren kann. Häufige Auslöser und Risikofaktoren sind:
Die Diagnose wird meist schon anhand der Beschwerden und der körperlichen Untersuchung gestellt. Bildgebung hilft bei unklaren Befunden oder vor einer Operation:
Die wichtigste Behandlung ist ein schrittweise gesteigertes Krafttraining der Wade, meist über mindestens zwölf Wochen. Bekannt ist das exzentrische Training nach Alfredson: Man stellt sich mit dem Vorfuß auf eine Stufe, drückt sich mit beiden Beinen hoch und senkt die Ferse dann langsam nur mit dem betroffenen Bein ab. Ebenso wirksam ist das Heavy-Slow-Resistance-Training mit langsamen, schweren Wadenheben, das viele Betroffene als angenehmer empfinden. Bei insertionaler Tendinopathie sollte die Ferse dabei nicht unter Stufenhöhe abgesenkt werden.
Eine Operation kommt nur infrage, wenn sich die Beschwerden trotz konsequenter Behandlung über mindestens sechs Monate nicht bessern. Dabei wird verändertes Gewebe entfernt, die Sehne gelöst oder bei der insertionalen Form ein knöcherner Vorsprung abgetragen.
Die Heilung braucht Geduld. Viele Betroffene bessern sich innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich, bei einem Teil bleiben aber über längere Zeit Beschwerden bestehen. Je früher mit gezieltem Training begonnen wird, desto besser sind die Aussichten.
Meist nicht. Der Begriff „Achillessehnenentzündung“ ist weit verbreitet, im Sehnengewebe finden sich aber kaum Entzündungszellen. Vielmehr ist die Sehnenstruktur durch Überlastung verändert. Deshalb sprechen Fachleute von Tendinopathie.
Oft ja, in angepasstem Umfang. Als Orientierung gilt: Leichte Schmerzen während der Belastung sind in Ordnung, wenn sie bis zum nächsten Morgen wieder abgeklungen sind und die Morgensteifigkeit nicht zunimmt.
Mit konsequentem Training bessern sich die Beschwerden meist innerhalb von drei bis sechs Monaten. Bei chronischen Verläufen kann die vollständige Heilung länger dauern.