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Adenomektomie – Eingriff, Ablauf & Nachsorge

Die Adenomektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Adenoms, eines gutartigen Drüsentumors. Sie wird häufig bei Prostata- oder Hypophysenadenomen eingesetzt.

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Wissenswertes über "Adenomektomie"

Die Adenomektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Adenoms, eines gutartigen Drüsentumors. Sie wird häufig bei Prostata- oder Hypophysenadenomen eingesetzt.

Was ist eine Adenomektomie?

Die Adenomektomie bezeichnet die operative Entfernung eines Adenoms – eines gutartigen Tumors, der aus Drüsengewebe entsteht. Adenome können in verschiedenen Organen auftreten, darunter die Prostata, die Hypophyse (Hirnanhangdrüse), die Nebenschilddrüse, die Leber oder die Nebenniere. Je nach betroffenen Organ und Größe des Adenoms kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz.

Häufige Anwendungsgebiete

Prostataadenom (Benigne Prostatahyperplasie)

Eine der häufigsten Indikationen für die Adenomektomie ist das benigne Prostataadenom (gutartige Vergrößerung der Prostata). Wenn die Vergrößerung zu erheblichen Beschwerden beim Wasserlassen führt und konservative Therapien versagt haben, wird das Adenom operativ entfernt. Dabei bleibt die Prostatakapsel erhalten; nur das überschießende Drüsengewebe wird herausgeschält.

Hypophysenadenom

Bei Tumoren der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) erfolgt die Adenomektomie meist transsphenoidal, das heißt durch die Nasenscheidewand hindurch. Dieses minimalinvasive Verfahren ermöglicht eine gezielte Entfernung des Tumors ohne große Schädeleroöffnung.

Nebenschilddrüsenadenom

Ein Nebenschilddrüsenadenom führt häufig zu einem primären Hyperparathyreoidismus (erhöhter Kalziumspiegel im Blut). Die chirurgische Entfernung des betroffenen Nebenschilddrüsengewebes ist hier die kurative Behandlung der Wahl.

Operative Verfahren

Je nach Lokalisation und Größe des Adenoms stehen verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung:

  • Offene Chirurgie: Klassische Operation über einen Hautschnitt, vor allem bei großen Adenomen.
  • Laparoskopische Chirurgie: Minimalinvasiver Eingriff mit kleinen Schnitten und Kameraassistenz, z. B. bei Nebennierenadenomen.
  • Transsphenoidale Chirurgie: Zugang über die Nasenscheidewand, typisch für Hypophysenadenome.
  • Transurethrale Resektion (TUR-P): Endoskopische Entfernung von Prostatagewebe über die Harnröhre, wird nicht immer als klassische Adenomektomie bezeichnet, verfolgt aber dasselbe Ziel.

Vorbereitung und Ablauf

Vor der Operation werden bildgebende Verfahren wie MRT oder CT durchgeführt, um Lage und Größe des Adenoms genau zu bestimmen. Blutuntersuchungen und ein Pränarkosesgespräch sind ebenfalls Bestandteil der Vorbereitung. Der Eingriff selbst erfolgt in der Regel unter Vollnarkose.

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Adenomektomie gewisse Risiken:

  • Blutungen und Hämatome
  • Infektionen oder Wundheilungsstörungen
  • Verletzungen angrenzender Strukturen (z. B. Nerven, Blutgefäße)
  • Hormonelle Veränderungen (z. B. nach Hypophysen- oder Nebenschilddrüsenoperation)
  • Harninkontinenz oder Erektionsstörungen (bei Prostataoperationen)

Nachsorge und Genesungsverlauf

Die Nachsorge ist abhängig vom operierten Organ und dem Ausmaß des Eingriffs. Häufig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich, um einen Rezidiv (Wiederauftreten des Adenoms) frühzeitig zu erkennen. Bei Hormonstoffwechsel-relevanten Adenomen (z. B. Hypophyse, Nebenschilddrüse) wird zusätzlich eine Hormonkontrolle durchgeführt. Die Genesungszeit variiert je nach Eingriff von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.

Quellen

  1. Herold, G. et al. – Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, 2023.
  2. Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) – Leitlinie zur benignen Prostatahyperplasie. AWMF-Register Nr. 043-034, 2023.
  3. Melmed, S. et al. – Pituitary Tumors. New England Journal of Medicine, 2022; 386:2',825-2',836. DOI: 10.1056/NEJMra2101801.

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