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Agavendicksaft ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Saft der Agavenpflanze. Er enthält viel Fructose und wird als Alternative zu Zucker oder Honig verwendet.
Agavendicksaft ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Saft der Agavenpflanze. Er enthält viel Fructose und wird als Alternative zu Zucker oder Honig verwendet.
Agavendicksaft (auch bekannt als Agavensirup) ist ein flüssiges Süßungsmittel, das aus dem Saft verschiedener Agavenarten gewonnen wird, vor allem aus der Blauen Weber-Agave (Agave tequilana) und der Agave salmiana. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika. Der Saft wird durch Erhitzen und Filtern eingedickt, wodurch ein süßer, honigähnlicher Sirup entsteht.
Zur Gewinnung von Agavendicksaft wird der Kern der Agavenpflanze – das sogenannte Agavenherz (Piña) – ausgepresst. Der gewonnene Saft (Aguamiel) wird anschließend gefiltert und bei niedrigen bis mittleren Temperaturen erhitzt, um die enthaltenen Polysaccharide (vor allem Inulin) enzymatisch oder thermisch zu Fructose und Glucose aufzuspalten. Das Endprodukt hat eine dickflüssige Konsistenz und einen milden, karamellähnlichen Geschmack.
Aufgrund seines niedrigen glykämischen Index lässt Agavendicksaft den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen als herkömmlicher Haushaltszucker. Dies wird häufig als Vorteil für Menschen mit Diabetes mellitus oder für Personen hervorgehoben, die ihren Blutzucker kontrollieren möchten. Zudem ist er durch seine hohe Süßkraft sparsam im Einsatz.
Trotz des niedrigen glykämischen Index ist der hohe Fructosegehalt von Agavendicksaft aus ernährungswissenschaftlicher Sicht kritisch zu bewerten. Ein übermäßiger Konsum von Fructose kann:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und andere Fachorganisationen empfehlen daher, den Gesamtkonsum von freiem Zucker – einschließlich Fructose aus Süßungsmitteln wie Agavendicksaft – auf unter 10 % der täglichen Energiezufuhr zu beschränken.
Obwohl Agavendicksaft einen niedrigen GI hat, ist er kein geeigneter Zuckerersatz für Diabetiker. Der hohe Fructoseanteil beeinflusst zwar den Blutzucker kaum direkt, belastet jedoch Leber und Stoffwechsel. Eine ärztliche Beratung wird empfohlen.
Agavendicksaft eignet sich als Süßungsmittel für:
Aufgrund seiner höheren Süßkraft gegenüber Haushaltszucker kann die verwendete Menge in Rezepten in der Regel um etwa 25–30 % reduziert werden.
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