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Aggregatibacter aphrophilus ist ein gramnegativer Bakterienstamm der normalen Mundflora, der selten, aber schwerwiegend Infektionen wie Endokarditis verursachen kann.
Aggregatibacter aphrophilus ist ein gramnegativer Bakterienstamm der normalen Mundflora, der selten, aber schwerwiegend Infektionen wie Endokarditis verursachen kann.
Aggregatibacter aphrophilus ist ein gramnegatives, fakultativ anaerobes Stäbchenbakterium, das zur normalen Flora der menschlichen Mundhöhle und des Rachens gehört. Es wurde früher unter dem Namen Haemophilus aphrophilus klassifiziert und im Rahmen taxonomischer Neubewertungen in die Gattung Aggregatibacter umbenannt. Das Bakterium ist Teil der sogenannten HACEK-Gruppe – einer Gruppe von Mikroorganismen, die bekannt dafür sind, schwer zu diagnostizierende Infektionen des Herzens und anderer Organe zu verursachen.
Aggregatibacter aphrophilus kommt physiologisch im Mund-Rachen-Raum des Menschen vor, ohne dabei in der Regel Beschwerden zu verursachen. Eine Infektion kann entstehen, wenn das Bakterium in den Blutkreislauf gelangt, etwa durch:
Menschen mit vorgeschädigten Herzklappen oder Herzfehlern haben ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionen.
Die häufigste und klinisch bedeutsamste Erkrankung, die durch Aggregatibacter aphrophilus ausgelöst wird, ist die infektiöse Endokarditis – eine Entzündung der Herzinnenhaut, insbesondere der Herzklappen. Weitere mögliche Infektionen umfassen:
Die Symptome einer Endokarditis durch Aggregatibacter aphrophilus entwickeln sich oft schleichend und umfassen:
Die Diagnose einer Infektion durch Aggregatibacter aphrophilus kann herausfordernd sein, da das Bakterium langsam wächst und im Labor schwer anzuzüchten ist. Wichtige diagnostische Maßnahmen sind:
Die verlängerten Inkubationszeiten in der Blutkultur (bis zu 14 Tage) machen eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig.
Die Behandlung von Infektionen durch Aggregatibacter aphrophilus erfolgt mit Antibiotika. Das Bakterium ist in der Regel empfindlich gegenüber:
Bei einer Endokarditis wird häufig eine Kombinationstherapie aus einem Beta-Lactam-Antibiotikum und einem Aminoglykosid (z. B. Gentamicin) über mehrere Wochen empfohlen. Die genaue Therapiedauer richtet sich nach der Schwere der Infektion und den betroffenen Strukturen. In schweren Fällen, etwa bei stark beschädigten Herzklappen, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.
Zur Vorbeugung von Infektionen durch Aggregatibacter aphrophilus empfehlen sich folgende Maßnahmen:
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