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Agoraphobie ist eine Angststörung, bei der Betroffene offene oder öffentliche Plätze sowie Menschenmengen meiden. Sie kann die Lebensqualität stark einschränken.
Agoraphobie ist eine Angststörung, bei der Betroffene offene oder öffentliche Plätze sowie Menschenmengen meiden. Sie kann die Lebensqualität stark einschränken.
Agoraphobie ist eine Form der Angststörung, bei der Betroffene bestimmte Situationen oder Orte als bedrohlich empfinden und diese intensiv fürchten oder meiden. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: agora bedeutet Marktplatz, phobos bedeutet Angst. Typischerweise betrifft die Agoraphobie Orte und Situationen, aus denen eine Flucht schwierig erscheint oder in denen keine Hilfe verfügbar wäre, falls eine Panikattacke auftritt. Dazu gehören etwa Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, Aufzüge, Brücken oder auch das Alleinsein außerhalb der eigenen Wohnung.
Die Agoraphobie tritt häufig gemeinsam mit einer Panikstörung auf, kann jedoch auch ohne Panikattacken bestehen. Sie zählt zu den häufigsten Angststörungen und betrifft Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.
Die genaue Entstehung der Agoraphobie ist nicht vollständig geklärt. Es wird von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgegangen:
Die Symptome der Agoraphobie lassen sich in körperliche, gedankliche und verhaltensbezogene Zeichen unterteilen:
Die Diagnose der Agoraphobie wird von einem Arzt oder Psychotherapeuten anhand eines strukturierten klinischen Gesprächs gestellt. Grundlage sind die Kriterien des ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) oder des DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen). Dabei wird geprüft, ob die Angst in mindestens zwei der folgenden Situationsgruppen auftritt:
Körperliche Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen können (z. B. Herzerkrankungen, Schilddrüsenprobleme), sollten durch einen Arzt ausgeschlossen werden.
Agoraphobie ist gut behandelbar. Als wirksamste Therapieform gilt die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), ergänzt durch medikamentöse Behandlung bei Bedarf.
Ohne Behandlung neigt die Agoraphobie dazu, sich zu verschlimmern, da das Vermeidungsverhalten die Angst langfristig aufrechterhält. Mit einer adäquaten Therapie können jedoch viele Betroffene ihre Lebensqualität deutlich verbessern und ein normales Alltagsleben führen. Ein frühzeitiger Therapiebeginn verbessert die Prognose erheblich.
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