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Ahornsirup ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Saft des Zuckerahorns. Er enthält Zucker, Mineralstoffe und Antioxidantien und wird weltweit als Lebensmittel geschätzt.
Ahornsirup ist ein natürlicher Süßungsmittel aus dem Saft des Zuckerahorns. Er enthält Zucker, Mineralstoffe und Antioxidantien und wird weltweit als Lebensmittel geschätzt.
Ahornsirup ist ein natürlicher Süßungsmittel, der aus dem Saft des Zuckerahorns (Acer saccharum) und verwandter Ahornarten gewonnen wird. Er stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er seit Jahrhunderten von indigenen Völkern genutzt wird. Heute gilt Kanada als weltweit größter Produzent von Ahornsirup, gefolgt von bestimmten US-Bundesstaaten wie Vermont.
Die Produktion von Ahornsirup beginnt im Frühjahr, wenn die Temperaturen zwischen frostigen Nächten und milden Tagen wechseln. In dieser Zeit steigt zuckerreicher Saft im Ahornbaum auf. Durch Anbohren des Stammes wird der Saft gewonnen und anschließend durch langes Einkochen auf ein Vierzigstel seines ursprünglichen Volumens eingedickt. Dabei entsteht der charakteristische goldbraune Sirup mit seinem typischen Aroma.
Ahornsirup besteht zu etwa 60–67 % aus Zucker, hauptsächlich Saccharose. Im Vergleich zu raffiniertem Haushaltszucker enthält er jedoch zusätzlich wertvolle Mikronährstoffe:
Der Kaloriengehalt liegt bei etwa 260 kcal pro 100 ml, was etwas weniger als bei Honig ist. Der glykämische Index von Ahornsirup liegt bei ca. 54 und damit niedriger als bei Haushaltszucker (GI ca. 65).
Ahornsirup wird nach Farbe und Geschmack in Klassen eingeteilt. Seit 2015 gilt international ein einheitliches Klassifizierungssystem:
Ahornsirup wird oft als gesündere Alternative zu raffiniertem Zucker betrachtet. Dies ist jedoch differenziert zu betrachten: Obwohl er tatsächlich mehr Mineralstoffe und Antioxidantien enthält als weißer Zucker, bleibt er ein kalorienreicher Süßungsmittel mit hohem Zuckeranteil. Für Menschen mit Diabetes mellitus oder Insulinresistenz ist Vorsicht geboten, da Ahornsirup den Blutzucker erhöht.
Einige In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass bestimmte Verbindungen im Ahornsirup entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen könnten. Klinische Studien am Menschen sind jedoch noch begrenzt, sodass weitreichende Gesundheitsaussagen nicht belegt sind.
Ahornsirup wird vielseitig eingesetzt:
Beim Ersetzen von Zucker durch Ahornsirup in Rezepten gilt als Faustregel: Pro 200 g Zucker etwa 150–180 ml Ahornsirup verwenden und die Flüssigkeitsmenge im Rezept leicht reduzieren.
Ahornsirup ist für gesunde Menschen in üblichen Mengen unbedenklich. Ungeöffnet ist er bei Raumtemperatur lange haltbar. Nach dem Öffnen sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Menschen mit einer seltenen Stoffwechselerkrankung namens Ahornsirupkrankheit (Maple Syrup Urine Disease, MSUD) haben eine genetisch bedingte Unfähigkeit, bestimmte Aminosäuren abzubauen – diese Erkrankung hat jedoch nichts mit dem Konsum von Ahornsirup zu tun.
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