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Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist eine lebensbedrohliche Lungenerkrankung, bei der die Lunge durch Entzündungen schwer geschädigt wird und nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann.
Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist eine lebensbedrohliche Lungenerkrankung, bei der die Lunge durch Entzündungen schwer geschädigt wird und nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann.
Das akute Atemnotsyndrom (englisch: Acute Respiratory Distress Syndrome, kurz ARDS) ist eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung der Lunge. Dabei kommt es zu einer raschen und massiven Entzündungsreaktion im Lungengewebe, die dazu führt, dass die Lunge nicht mehr ausreichend Sauerstoff in das Blut abgeben kann. ARDS tritt meist als Komplikation einer anderen schweren Erkrankung auf und erfordert in der Regel eine intensivmedizinische Behandlung.
ARDS kann durch eine Vielzahl von Erkrankungen und Ereignissen ausgelöst werden, die die Lunge direkt oder indirekt schädigen:
Die Symptome von ARDS entwickeln sich in der Regel innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach dem auslösenden Ereignis:
Die Diagnose von ARDS basiert auf den sogenannten Berlin-Kriterien (2012), die international anerkannt sind:
Je nach Schweregrad des PaO2/FiO2-Quotienten wird ARDS in mildes, moderates und schweres ARDS eingeteilt.
Es gibt keine spezifische medikamentöse Therapie, die ARDS heilt. Die Behandlung zielt darauf ab, den Körper zu stabilisieren und der Lunge Zeit zur Erholung zu geben:
Die wichtigste Maßnahme ist die mechanische Beatmung über einen Beatmungsschlauch (Intubation). Dabei wird eine sogenannte lungenprotektive Beatmungsstrategie eingesetzt: kleine Atemzugvolumina und ein ausreichend hoher positiver endexspiratorischer Druck (PEEP) verhindern eine weitere Schädigung des Lungengewebes.
Die Bauchlagerung (Prone Positioning) des Patienten über mehrere Stunden täglich verbessert nachweislich die Sauerstoffversorgung und senkt die Sterblichkeit bei schwerem ARDS.
Bei sehr schwerem ARDS, das auf die Beatmung nicht anspricht, kann eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) eingesetzt werden. Dabei übernimmt eine Maschine außerhalb des Körpers vorübergehend die Aufgabe der Lunge.
ARDS ist eine sehr ernste Erkrankung mit einer Sterblichkeitsrate von etwa 30 bis 45 Prozent, abhängig vom Schweregrad und den Begleiterkrankungen. Überlebende können langfristige Folgen wie verminderte Lungenkapazität, Muskelschwäche und psychische Beeinträchtigungen entwickeln.
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