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Albumin ist das häufigste Protein im menschlichen Blut und spielt eine zentrale Rolle beim Transport von Substanzen sowie bei der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts im Körper.
Albumin ist das häufigste Protein im menschlichen Blut und spielt eine zentrale Rolle beim Transport von Substanzen sowie bei der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts im Körper.
Albumin ist das mengenmäßig bedeutendste Protein im menschlichen Blutplasma und macht etwa 55–60 % aller Plasmaproteine aus. Es wird ausschließlich in der Leber produziert und hat eine Halbwertszeit von etwa 20 Tagen. Albumin ist ein wasserlösliches, globuläres Protein mit einem Molekulargewicht von rund 66.500 Dalton.
Albumin erfüllt im menschlichen Organismus mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Der Albuminspiegel im Blut wird durch eine einfache Blutuntersuchung bestimmt. Die Normwerte für Erwachsene liegen in der Regel zwischen 3,5 und 5,0 g/dl. Bei Neugeborenen und älteren Menschen können die Werte leicht abweichen. Die Messung erfolgt im Rahmen einer Blutbild- oder Leberwertbestimmung und ist ein wichtiger Marker für den Ernährungszustand und die Leberfunktion.
Ein erniedrigter Albuminspiegel, auch Hypoalbuminämie genannt, kann verschiedene Ursachen haben:
Ein erhöhter Albuminspiegel ist seltener und tritt meist bei Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) auf, da das Blut eindickt und die Konzentration aller Blutproteine steigt. Dies ist in der Regel kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Hinweis auf einen Flüssigkeitsmangel.
Ein niedriger Albuminspiegel kann folgende Beschwerden und Zeichen verursachen:
Die Diagnose eines veränderten Albuminspiegels erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Bei Verdacht auf einen Albuminverlust über die Nieren kann zusätzlich eine Urinuntersuchung (Albumin im Urin, sog. Mikroalbuminurie) durchgeführt werden. Im Rahmen der Diagnose wird häufig auch die Gesamteiweißkonzentration im Blut bestimmt, um ein umfassendes Bild des Proteinstoffwechsels zu erhalten.
Albumin dient als wichtiger klinischer Marker für:
Die Behandlung eines Albuminmangels richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei schweren Fällen kann Albumin als Infusionslösung verabreicht werden (z. B. bei Leberzirrhose mit Aszites oder nach großen operativen Eingriffen). Langfristig ist eine proteinreiche Ernährung sowie die Behandlung der Grunderkrankung entscheidend.
Humanes Serumalbumin wird auch als Arzneimittel eingesetzt, zum Beispiel zur Behandlung von Schock, schwerem Blutdruckabfall oder bei bestimmten Lebererkrankungen. Darüber hinaus wird Albumin in der pharmazeutischen Forschung als Trägermolekül für Medikamente genutzt, da es in der Lage ist, Wirkstoffe gezielt zu binden und zu transportieren.
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