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Alkalisierung beschreibt die Anhebung des pH-Werts in Körperflüssigkeiten oder Geweben. Sie spielt in der Medizin und Ernährungslehre eine wichtige Rolle.
Alkalisierung beschreibt die Anhebung des pH-Werts in Körperflüssigkeiten oder Geweben. Sie spielt in der Medizin und Ernährungslehre eine wichtige Rolle.
Der Begriff Alkalisierung bezeichnet den Prozess, bei dem der pH-Wert einer Flüssigkeit oder eines Gewebes in den basischen Bereich verschoben wird, also auf einen Wert über 7,0 angehoben wird. Im menschlichen Körper wird der pH-Wert des Blutes in einem engen Bereich von 7,35 bis 7,45 reguliert, was leicht basisch ist. Abweichungen von diesem Bereich können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
In der Medizin wird Alkalisierung sowohl als natürlicher physiologischer Prozess als auch als therapeutische Maßnahme eingesetzt. In der Ernährungslehre wird der Begriff häufig im Zusammenhang mit sogenannten basischen Lebensmitteln und der alkalischen Ernährung verwendet.
Der menschliche Organismus verfügt über verschiedene Puffersysteme, die den pH-Wert im Blut und in den Geweben konstant halten. Dazu gehören:
Die Lungen regulieren den pH-Wert über die Ausscheidung von Kohlendioxid (CO₂), während die Nieren durch die Ausscheidung von Säuren und die Rückresorption von Bikarbonat langfristig zur pH-Regulation beitragen.
In der klinischen Medizin wird eine gezielte Alkalisierung bei verschiedenen Erkrankungen und Vergiftungen eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
In der Ernährungsmedizin und bei populären Gesundheitskonzepten wird häufig von der basischen Ernährung oder der Alkalisierung des Körpers durch die Nahrung gesprochen. Das Konzept besagt, dass bestimmte Lebensmittel eine basische oder saure Wirkung auf den Körper haben können.
Grundsätzlich wird unterschieden zwischen:
Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Ernährung die Zusammensetzung des Urins und damit indirekt Stoffwechselprozesse beeinflussen kann. Eine direkte Veränderung des Blut-pH-Wertes durch die Nahrung ist beim gesunden Menschen jedoch aufgrund der effizienten Puffersysteme des Körpers nicht möglich. Trotzdem kann eine pflanzenbetonte, gemüse- und obstreiche Ernährung positive Effekte auf die Gesundheit haben, unter anderem durch die Zufuhr wichtiger Mineralien wie Kalium, Magnesium und Kalzium.
Wenn die Alkalisierung des Blutes über das normale Maß hinausgeht, spricht man von einer Alkalose. Diese kann in zwei Formen auftreten:
Symptome einer Alkalose können Kribbeln in den Gliedmaßen, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen umfassen.
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