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Die Allgemeinanästhesie versetzt den gesamten Körper in einen kontrollierten Bewusstlosigkeitszustand für schmerzfreie Operationen. Sie wird von Anästhesisten überwacht.
Die Allgemeinanästhesie versetzt den gesamten Körper in einen kontrollierten Bewusstlosigkeitszustand für schmerzfreie Operationen. Sie wird von Anästhesisten überwacht.
Die Allgemeinanästhesie (umgangssprachlich auch Vollnarkose genannt) ist ein medizinisch herbeigeführter Zustand tiefer Bewusstlosigkeit, bei dem der Patient weder Schmerzen wahrnimmt noch auf äußere Reize reagiert. Sie ermöglicht die Durchführung operativer Eingriffe und diagnostischer Maßnahmen, die ohne Schmerzausschaltung und vollständige Entspannung der Muskulatur nicht möglich oder zumutbar wären. Die Allgemeinanästhesie wird stets von einem Facharzt für Anästhesiologie geplant, eingeleitet und überwacht.
Eine vollständige Allgemeinanästhesie umfasst in der Regel drei Hauptkomponenten:
Vor dem Eingriff findet ein ausführliches Anästhesiegespräch statt, bei dem Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien und frühere Narkoseerfahrungen erfasst werden. Zur Vorbereitung gehört in der Regel eine Nüchternheitsphase (mindestens 6 Stunden für feste Speisen, 2 Stunden für klare Flüssigkeiten), um das Risiko einer Aspiration zu minimieren. Häufig wird vorab ein Beruhigungsmittel (Prämedikation) verabreicht.
Die Narkoseeinleitung erfolgt meist intravenös, etwa mit dem Kurzhypnotikum Propofol, kombiniert mit einem Opioid. Bei Kindern oder bei schwierigem Venenzugang kann die Einleitung auch inhalativ über eine Maske mit einem gasförmigen Anästhetikum erfolgen.
Während der Operation wird die Narkose entweder durch kontinuierliche intravenöse Gabe von Medikamenten (TIVA – Total Intravenöse Anästhesie) oder durch Inhalationsanästhetika wie Sevofluran oder Desfluran aufrechterhalten. Gleichzeitig wird die Atemfunktion über einen Endotrachealtubus oder eine Larynxmaske gesichert, und alle Vitalparameter werden kontinuierlich überwacht.
Nach Abschluss des Eingriffs werden die Narkosemittel abgesetzt. Der Patient erwacht kontrolliert im Aufwachraum, wo er weiterhin intensiv überwacht wird, bis Kreislauf, Atmung und Schutzreflexe vollständig wiederhergestellt sind.
Die Allgemeinanästhesie kommt bei einer Vielzahl von Eingriffen zum Einsatz, unter anderem bei:
Die moderne Allgemeinanästhesie gilt als sehr sicher. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten:
Das individuelle Risiko ist abhängig von Alter, Vorerkrankungen und dem Ausmaß des Eingriffs. Das Anästhesiegespräch dient dazu, diese Risiken gemeinsam einzuschätzen.
Absolute Kontraindikationen gegen eine Allgemeinanästhesie sind selten. Relative Kontraindikationen, bei denen besondere Vorsicht geboten ist, umfassen unter anderem:
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