-
DE
Allosterie beschreibt die Regulation von Proteinen durch Bindung eines Moleküls an eine Stelle außerhalb des aktiven Zentrums. Ein zentrales Prinzip der Biochemie.
Allosterie beschreibt die Regulation von Proteinen durch Bindung eines Moleküls an eine Stelle außerhalb des aktiven Zentrums. Ein zentrales Prinzip der Biochemie.
Allosterie (von griechisch „allos“ = anders und „stereos“ = Raum) bezeichnet einen fundamentalen Regulationsmechanismus in der Biochemie. Dabei verändert die Bindung eines Moleküls – des sogenannten allosterischen Effektors oder Liganden – an eine allosterische Stelle (auch allosterisches Zentrum genannt) eines Proteins dessen räumliche Struktur (Konformation) und damit seine biologische Aktivität. Die allosterische Stelle liegt außerhalb des aktiven Zentrums des Enzyms oder Rezeptors.
Allosterie ist ein essentieller Mechanismus zur Feinregulation biologischer Prozesse und findet sich bei Enzymen, Rezeptoren, Transportproteinen und Transkriptionsfaktoren.
Wenn ein Effektor an das allosterische Zentrum bindet, löst er eine Konformationsänderung im gesamten Protein aus. Diese strukturelle Veränderung kann die Aktivität des Proteins erhöhen oder hemmen:
Ein klassisches Beispiel für allosterische Hemmung ist die Feedback-Inhibition: Das Endprodukt eines Stoffwechselweges hemmt allosterisch das erste Enzym dieser Kaskade und verhindert so eine Überproduktion.
Viele allosterische Proteine bestehen aus mehreren Untereinheiten (sind oligomer). Die Bindung eines Liganden an eine Untereinheit kann die Affinität der anderen Untereinheiten für denselben oder einen anderen Liganden verändern. Dieses Phänomen nennt man Kooperativität.
Das bekannteste Beispiel ist Hämoglobin: Die Bindung des ersten Sauerstoffmoleküls erleichtert die Bindung weiterer Sauerstoffmoleküle an die anderen Untereinheiten – ein lebenswichtiger Mechanismus für den Sauerstofftransport im Blut.
Zur Erklärung allosterischer Phänomene wurden verschiedene Modelle entwickelt:
Allosterie spielt eine herausragende Rolle in der modernen Medizin und Pharmakologie. Allosterische Modulatoren sind Wirkstoffe, die gezielt an allosterische Zentren binden und dadurch die Aktivität von Zielproteinen beeinflussen:
Beispiele für allosterisch wirkende Arzneimittel:
Da allosterische Zentren oft strukturell einzigartiger sind als aktive Zentren, bieten sie Ansatzpunkte für selektivere Medikamente mit weniger Nebenwirkungen.
In der biomedizinischen Forschung wird Allosterie intensiv untersucht, um neue Therapiestrategien für Krankheiten wie Krebs, Stoffwechselerkrankungen, neurologische Erkrankungen und Infektionskrankheiten zu entwickeln. Moderne Methoden wie Kryo-Elektronenmikroskopie und Computersimulationen helfen, allosterische Mechanismen auf molekularer Ebene zu verstehen.
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
HÖHERE ABSORPTION · MAGENSCHONEND · GUT VERTRÄGLICH
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C