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Das Alternans-Syndrom bezeichnet ein Herzphänomen mit wechselnden EKG-Signalen oder Pulsstärken, das auf ein erhöhtes Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen hinweisen kann.
Das Alternans-Syndrom bezeichnet ein Herzphänomen mit wechselnden EKG-Signalen oder Pulsstärken, das auf ein erhöhtes Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen hinweisen kann.
Das Alternans-Syndrom beschreibt ein kardiales Phänomen, bei dem bestimmte Messparameter des Herzens – insbesondere im Elektrokardiogramm (EKG) – von Schlag zu Schlag abwechselnd variieren. Diese Schwankungen können die elektrische Aktivität des Herzens, den Blutdruck oder die mechanische Pumpleistung betreffen. Das Syndrom gilt als wichtiger klinischer Hinweis auf eine erhöhte Anfälligkeit für ventrikuläre Arrhythmien und den plötzlichen Herztod.
Die bekannteste und klinisch bedeutsamste Form ist der T-Wellen-Alternans. Dabei wechseln Amplitude oder Form der T-Welle im EKG von Herzschlag zu Herzschlag. Diese Veränderung kann sichtbar (makroskopisch) oder nur mit speziellen Analysemethoden messbar (mikroskopisch) sein. Der T-Wellen-Alternans gilt als etablierter Risikomarker für lebensbedrohliche ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern.
Beim Pulsus alternans wechseln die Stärke des Pulses und der systolische Blutdruck von Schlag zu Schlag. Dies ist ein Zeichen einer schweren Herzinsuffizienz, bei der die Pumpleistung des Herzens stark eingeschränkt ist.
Der elektrische Alternans bezeichnet wechselnde QRS-Komplexe im EKG und ist häufig mit einem Perikarderguss oder einer Herzbeuteltamponade assoziiert, bei der das Herz im Flüssigkeitsfilm pendelt.
Die Ursachen des Alternans-Syndroms sind vielfältig und hängen von der jeweiligen Form ab:
Das Alternans-Syndrom selbst verursacht häufig keine direkten Beschwerden. Die zugrundeliegenden Herzerkrankungen können jedoch folgende Symptome auslösen:
Die Diagnose des Alternans-Syndroms erfolgt primär über kardiologische Untersuchungsmethoden:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache und dem individuellen Risikoprofil des Patienten:
Das Alternans-Syndrom, insbesondere der T-Wellen-Alternans, hat in der modernen Kardiologie eine wichtige Bedeutung als nicht-invasiver Risikomarker. Er hilft Kardiologen dabei, Patienten zu identifizieren, die von einer prophylaktischen ICD-Implantation profitieren könnten. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen positivem T-Wellen-Alternans und erhöhtem Risiko für den plötzlichen Herztod.
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