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Die Amenorrhoe-Therapie umfasst alle Behandlungsansätze bei ausbleibendem Menstruationszyklus. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache und dem individuellen Behandlungsziel.
Die Amenorrhoe-Therapie umfasst alle Behandlungsansätze bei ausbleibendem Menstruationszyklus. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache und dem individuellen Behandlungsziel.
Die Amenorrhoe-Therapie bezeichnet die gezielte Behandlung des Ausbleibens der Menstruation. Man unterscheidet zwischen der primären Amenorrhoe (die Regelblutung setzt bis zum 16. Lebensjahr nie ein) und der sekundären Amenorrhoe (eine zuvor vorhandene Regelblutung bleibt für mindestens drei aufeinanderfolgende Monate aus). Da Amenorrhoe kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom verschiedener Grunderkrankungen ist, richtet sich die Therapie immer nach der zugrunde liegenden Ursache.
Bevor eine Therapie eingeleitet wird, ist eine gründliche Ursachenabklärung notwendig. Häufige Ursachen der Amenorrhoe umfassen:
Zur Therapieplanung werden verschiedene diagnostische Maßnahmen eingesetzt:
Bei stressbedingter oder ernährungsbedingter hypothalamischer Amenorrhoe steht die Behandlung der Grundursache im Vordergrund. Gewichtsnormalisierung, Reduktion von übermäßigem Sport, psychologische Unterstützung sowie eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, die Menstruation wiederherzustellen. In manchen Fällen wird eine begleitende Psychotherapie empfohlen.
Ist ein erhöhter Prolaktinspiegel die Ursache, werden sogenannte Dopaminagonisten wie Cabergolin oder Bromocriptin eingesetzt. Diese Medikamente senken den Prolaktinspiegel und können den Menstruationszyklus normalisieren sowie die Fruchtbarkeit wiederherstellen.
Beim PCOS richtet sich die Therapie nach dem individuellen Therapieziel. Optionen umfassen:
Liegt eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion vor, wird diese gezielt medikamentös behandelt. Nach Normalisierung der Schilddrüsenwerte normalisiert sich häufig auch der Menstruationszyklus.
Bei intrauterinen Verwachsungen erfolgt in der Regel eine operative Behandlung (Hysteroskopie) zur Entfernung der Verwachsungen. Anschließend kann eine Hormontherapie mit Östrogen die Regeneration der Gebärmutterschleimhaut unterstützen.
Bei einem vorzeitigen Versagen der Eierstöcke wird meist eine Hormonersatztherapie (HRT) empfohlen, um den Östrogenmangel auszugleichen, den Knochenschutz zu gewährleisten und Symptome zu lindern. Bei Kinderwunsch sind reproduktionsmedizinische Verfahren (z. B. Eizellspende) zu erwägen.
In bestimmten Fällen werden Gestagene (Gelbkörperhormone) eingesetzt, um eine Abbruchblutung auszulösen und den Zyklus zu regulieren. Diese Maßnahme dient jedoch in erster Linie der Diagnostik und kurzfristigen Regulation, nicht der langfristigen Behandlung.
Besteht ein Kinderwunsch, ist die Wiederherstellung des Eisprungs das zentrale Therapieziel. Je nach Ursache kommen verschiedene Methoden der Ovulationsinduktion zum Einsatz, darunter Clomifen, Gonadotropine oder bei bestimmten Indikationen auch operative Verfahren. Die Behandlung sollte immer in enger Abstimmung mit einem spezialisierten Zentrum für Reproduktionsmedizin erfolgen.
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