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Amoxicillin ist ein weit verbreitetes Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline. Es wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt.
Amoxicillin ist ein weit verbreitetes Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline. Es wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt.
Amoxicillin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Aminopenicilline und gehört zur übergeordneten Klasse der Beta-Lactam-Antibiotika. Es wurde in den 1970er Jahren entwickelt und ist heute eines der am häufigsten verschriebenen Antibiotika weltweit. Amoxicillin wirkt gegen eine Vielzahl von grampositiven und gramnegativen Bakterien und ist daher ein sogenanntes Breitbandantibiotikum.
Amoxicillin wird zur Behandlung zahlreicher bakterieller Infektionskrankheiten eingesetzt. Typische Indikationen sind:
Amoxicillin hemmt die Zellwandsynthese von Bakterien. Es bindet an spezifische Proteine in der Bakterienzellwand, sogenannte Penicillin-bindende Proteine (PBPs). Durch diese Bindung wird die Quervernetzung der Peptidoglycan-Schichten der Bakterienzellwand gehemmt. Ohne eine intakte Zellwand können Bakterien ihren osmotischen Druck nicht aufrechterhalten, was schließlich zum Absterben der Bakterienzelle führt. Amoxicillin wirkt daher bakterizid, das heißt, es tötet Bakterien ab (anstatt sie nur in ihrem Wachstum zu hemmen).
Amoxicillin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Tabletten, Kapseln, Granulat zur Herstellung einer Suspension (besonders für Kinder geeignet) sowie als Injektionslösung für den stationären Einsatz. Die Dosierung richtet sich nach:
Übliche Dosierungen für Erwachsene liegen zwischen 500 mg und 1000 mg, eingenommen zwei- bis dreimal täglich. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 5 bis 10 Tage. Es ist wichtig, die vollständige Antibiotikakur abzuschließen, auch wenn die Symptome bereits früher abklingen, um Resistenzbildungen zu vermeiden.
Amoxicillin wird von den meisten Patienten gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Gegenanzeigen (Situationen, in denen Amoxicillin nicht verwendet werden sollte):
Wichtige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
Durch den weit verbreiteten Einsatz von Amoxicillin haben einige Bakterienstämme Resistenzen entwickelt. Viele Bakterien produzieren heute Enzyme, sogenannte Beta-Lactamasen, die Amoxicillin inaktivieren können. Um diesem Problem zu begegnen, wird Amoxicillin häufig in Kombination mit Clavulansäure eingesetzt, einem Beta-Lactamase-Inhibitor, der das Antibiotikum vor dem Abbau schützt. Diese Kombination ist unter dem Namen Amoxicillin/Clavulansäure (z. B. Augmentin) bekannt.