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Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, bei der sich abnorme Eiweißablagerungen (Amyloide) in Organen und Geweben ansammeln und deren Funktion beeinträchtigen.
Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, bei der sich abnorme Eiweißablagerungen (Amyloide) in Organen und Geweben ansammeln und deren Funktion beeinträchtigen.
Die Amyloidose ist eine Gruppe seltener, aber ernsthafter Erkrankungen, bei denen sich fehlgefaltete Eiweißmoleküle – sogenannte Amyloide – in verschiedenen Organen und Geweben des Körpers ablagern. Diese Ablagerungen stören die normale Funktion der betroffenen Organe und können langfristig zu schwerem Organversagen führen. Es gibt verschiedene Formen der Amyloidose, die sich in ihrer Ursache, dem betroffenen Eiweißtyp und dem Verlauf unterscheiden.
Je nach Art des abgelagerten Proteins und der Ursache werden mehrere Hauptformen unterschieden:
Die Symptome der Amyloidose sind vielfältig und hängen davon ab, welche Organe betroffen sind. Häufig betroffene Organe sind Herz, Nieren, Leber, Nervensystem und Magen-Darm-Trakt.
Die Diagnose der Amyloidose ist oft schwierig, da die Symptome unspezifisch sind und viele andere Erkrankungen imitieren können. Folgende diagnostische Verfahren kommen zum Einsatz:
Die Behandlung der Amyloidose richtet sich nach der jeweiligen Form und dem Schweregrad der Erkrankung. Eine Heilung ist in vielen Fällen nicht möglich, jedoch können moderne Therapien das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Ziel der Therapie ist die Unterdrückung der krankhaften Plasmazellproduktion. Eingesetzt werden Chemotherapie, Proteasom-Inhibitoren (z. B. Bortezomib) sowie in geeigneten Fällen eine autologe Stammzelltransplantation.
Die Behandlung konzentriert sich auf die Kontrolle der zugrunde liegenden Entzündungserkrankung, z. B. durch Biologika oder Immunsuppressiva. Das Medikament Tocilizumab kann zur Senkung des Serum-Amyloid-A-Spiegels eingesetzt werden.
Neuere Therapieansätze umfassen Tafamidis (stabilisiert das Transthyretin-Protein) sowie RNA-Interferenz-Therapien wie Patisiran oder Inotersen, die die Produktion des fehlgefalteten Proteins hemmen. In ausgewählten Fällen kommt auch eine Lebertransplantation in Betracht, da Transthyretin hauptsächlich in der Leber produziert wird.
Unabhängig von der Form werden symptomatische Maßnahmen eingesetzt: Behandlung der Herzinsuffizienz, Dialyse bei Nierenversagen und Schmerztherapie bei Neuropathie.
Die Prognose der Amyloidose hängt stark von der Form, dem betroffenen Organ und dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessern die Überlebenschancen erheblich. Besonders die kardiale Beteiligung bei der AL-Amyloidose verschlechtert die Prognose deutlich. Dank neuer zielgerichteter Therapien hat sich die Lebenserwartung in den letzten Jahren jedoch merklich verbessert.
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