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Androgenmangel bezeichnet einen zu niedrigen Spiegel männlicher Sexualhormone im Körper. Er kann Müdigkeit, Libidoverlust und Muskelschwund verursachen und betrifft Männer wie Frauen.
Androgenmangel bezeichnet einen zu niedrigen Spiegel männlicher Sexualhormone im Körper. Er kann Müdigkeit, Libidoverlust und Muskelschwund verursachen und betrifft Männer wie Frauen.
Androgenmangel bezeichnet einen Zustand, bei dem der Körper nicht ausreichend männliche Sexualhormone – sogenannte Androgene – produziert. Das wichtigste Androgen ist Testosteron, das sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommt, jedoch in unterschiedlichen Konzentrationen. Bei Männern wird Testosteron hauptsächlich in den Hoden gebildet, bei Frauen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde. Ein Mangel kann in jedem Lebensalter auftreten und hat weitreichende Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden.
Androgenmangel kann verschiedene Ursachen haben, die in primäre und sekundäre Formen unterteilt werden:
Beim primären Androgenmangel liegt die Ursache direkt in den Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke). Mögliche Auslöser sind:
Beim sekundären Androgenmangel ist die Steuerung durch das Gehirn gestört. Die Hypothalamus-Hypophysen-Achse produziert zu wenig Steuerungshormone (LH, FSH), was die Androgenproduktion drosselt. Ursachen sind:
Ab dem 40. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel beim Mann jährlich um etwa 1–2 %. Dieses Phänomen wird als Andropause oder späteinsetzender Hypogonadismus bezeichnet.
Die Symptome eines Androgenmangels sind vielfältig und können schleichend auftreten:
Die Diagnose eines Androgenmangels erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Beurteilung und Laboruntersuchungen:
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad des Mangels:
Die häufigste Behandlung ist die Testosteron-Substitutionstherapie. Sie ist verfügbar als:
Die TRT verbessert Libido, Energie, Muskelmasse und Knochendichte. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (Blutbild, PSA-Wert, Hämatokrit) sind während der Therapie notwendig.
Bei leichtem oder funktionellem Androgenmangel können folgende Maßnahmen helfen:
Falls eine spezifische Ursache vorliegt (z. B. Hypophysentumor, Hyperprolaktinämie), wird diese gezielt behandelt, was häufig zur Normalisierung des Androgenspiegels führt.
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