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Die Aneurysmaversorgung umfasst alle medizinischen Maßnahmen zur Behandlung einer krankhaften Gefäßerweiterung. Ziel ist es, ein Platzen des Aneurysmas zu verhindern.
Die Aneurysmaversorgung umfasst alle medizinischen Maßnahmen zur Behandlung einer krankhaften Gefäßerweiterung. Ziel ist es, ein Platzen des Aneurysmas zu verhindern.
Ein Aneurysma ist eine krankhafte, lokale Erweiterung oder Ausbuchtung einer Arterie. Dabei wird die Gefäßwand durch dauerhaft erhöhten Blutdruck oder Schwäche des Gewebes gedehnt, was im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Riss führen kann. Aneurysmen können in verschiedenen Gefäßen auftreten, am häufigsten in der Hauptschlagader (Aorta), in den Hirnarterien (intrakranielles Aneurysma) oder in den Becken- und Beinarterien.
Die Entstehung eines Aneurysmas ist meist auf eine Kombination aus strukturellen und vaskulären Risikofaktoren zurückzuführen:
Die Diagnose eines Aneurysmas erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren. Je nach Lage und Verdacht kommen folgende Methoden zum Einsatz:
Die Wahl der Behandlungsmethode richtet sich nach Größe, Lage und Zustand des Aneurysmas sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen konservativer und interventioneller bzw. operativer Versorgung.
Kleine, asymptomatische Aneurysmen werden häufig zunächst beobachtet und nicht sofort behandelt. Dabei stehen folgende Maßnahmen im Vordergrund:
Bei der endovaskulären Therapie wird das Aneurysma von innen behandelt, ohne eine große Operation durchführen zu müssen. Zwei Verfahren sind hierbei besonders verbreitet:
Bei der offenen Operation wird das betroffene Gefäß chirurgisch freigelegt. Der Operateur klemmt das Gefäß ab und ersetzt den aneurysmatischen Abschnitt durch eine Gefäßprothese (Bypass) oder verschließt den Aneurysmasack mit einem Clip (bei Hirnaneurysmen: Clipping). Dieses Verfahren ist bei komplexen Aneurysmen oder wenn endovaskuläre Methoden nicht geeignet sind, die bevorzugte Methode.
Ein gerissenes Aneurysma ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Bei einer Aortenruptur kommt es zu massiven inneren Blutungen, bei einer Subarachnoidalblutung (bei Hirnaneurysma) zu plötzlich einsetzenden, stärksten Kopfschmerzen. In beiden Fällen ist eine sofortige notfallmedizinische Versorgung und unverzügliche operative oder endovaskuläre Behandlung lebensrettend.
Nach einer Aneurysmaversorgung ist eine engmaschige Nachsorge essenziell. Dazu gehören regelmäßige bildgebende Kontrollen, die Überwachung des Blutdrucks sowie die Anpassung des Lebensstils. Patienten werden angehalten, das Rauchen aufzugeben, sich ausgewogen zu ernähren und körperlich aktiv zu bleiben. Bei endovaskulären Eingriffen sind lebenslange Verlaufskontrollen notwendig, um die Lage und Funktion des Stentgrafts zu überwachen.
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