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Das Angelman-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, die das Nervensystem betrifft und zu geistiger Behinderung, Bewegungsstörungen und charakteristischen Verhaltensmerkmalen führt.
Das Angelman-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, die das Nervensystem betrifft und zu geistiger Behinderung, Bewegungsstörungen und charakteristischen Verhaltensmerkmalen führt.
Das Angelman-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung genetischen Ursprungs, die erstmals 1965 von dem britischen Kinderarzt Harry Angelman beschrieben wurde. Sie betrifft etwa 1 von 12.000 bis 20.000 Menschen und geht mit einer schweren geistigen Behinderung, Entwicklungsverzögerungen sowie charakteristischen Verhaltens- und neurologischen Merkmalen einher. Betroffene zeigen häufig eine auffallend fröhliche Grundstimmung und häufiges Lachen, weshalb das Syndrom früher auch als Happy-Puppet-Syndrom bezeichnet wurde.
Das Angelman-Syndrom wird durch den Verlust der Funktion des UBE3A-Gens auf Chromosom 15q11-q13 verursacht. Dieses Gen wird im Gehirn ausschließlich von der mütterlichen Kopie (dem maternalen Allel) aktiv abgelesen. Folgende genetische Mechanismen können zur Erkrankung führen:
Die Symptome des Angelman-Syndroms werden in der Regel im ersten Lebensjahr erkennbar, auch wenn die Diagnose oft erst zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr gestellt wird.
Die Diagnose des Angelman-Syndroms erfolgt auf der Grundlage klinischer Befunde sowie molekulargenetischer Tests:
Eine ursächliche Heilung des Angelman-Syndroms ist bislang nicht möglich. Die Behandlung ist symptomorientiert und zielt darauf ab, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Entwicklung zu fördern.
Aktuelle Forschungsansätze zielen darauf ab, das stillgelegte väterliche UBE3A-Gen zu reaktivieren, um die fehlende Genaktivität zu ersetzen. Hierbei werden Antisense-Oligonukleotide (ASOs) und Gentherapieansätze untersucht. Klinische Studien sind derzeit im Gange.
Das Angelman-Syndrom ist eine lebenslange Erkrankung. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist in der Regel nicht wesentlich verkürzt. Mit zunehmendem Alter können sich Krampfanfälle bei manchen Betroffenen verbessern. Die Kommunikations- und Mobilitätsfähigkeiten können durch kontinuierliche Therapie gestärkt werden. Viele Betroffene benötigen jedoch ein Leben lang Unterstützung im Alltag.
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