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Die Angioedemprophylaxe umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung wiederkehrender Angioödeme. Sie ist besonders wichtig bei hereditärem Angioödem.
Die Angioedemprophylaxe umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung wiederkehrender Angioödeme. Sie ist besonders wichtig bei hereditärem Angioödem.
Die Angioedemprophylaxe bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die darauf abzielen, das Auftreten von Angioödemen zu verhindern oder deren Häufigkeit und Schwere deutlich zu reduzieren. Ein Angioödem ist eine plötzliche, tief in die Haut- und Schleimhautschichten reichende Schwellung, die vor allem im Gesicht, an den Lippen, der Zunge, im Rachen und an den Extremitäten auftreten kann. Solche Schwellungen können lebensbedrohlich sein, insbesondere wenn sie die Atemwege betreffen. Die Prophylaxe ist daher ein zentraler Bestandteil der Langzeitbehandlung von Patienten mit wiederkehrenden Angioödemen.
Angioödeme können verschiedene Ursachen haben. Zu den wichtigsten Formen gehören:
Die Prophylaxe ist insbesondere beim hereditären Angioödem von großer Bedeutung, da diese Patienten ohne entsprechende Maßnahmen mit einer deutlich reduzierten Lebensqualität und einem erhöhten Risiko für lebensbedrohliche Kehlkopfschwellungen konfrontiert sind.
Die Langzeitprophylaxe dient der dauerhaften Verringerung der Attackenfrequenz bei Patienten mit häufigen oder schweren Angioödem-Episoden. Folgende Wirkstoffe und Strategien werden eingesetzt:
Die Kurzzeitprophylaxe wird vor bekannten Auslösern eingesetzt, zum Beispiel vor medizinischen oder zahnärztlichen Eingriffen, Operationen oder anderen körperlichen oder emotionalen Belastungen. Ziel ist es, das Risiko einer Attacke in diesem Zeitraum zu minimieren.
Neben der medikamentösen Prophylaxe spielen auch nicht-medikamentöse Strategien eine wichtige Rolle:
Vor Beginn einer Prophylaxe erfolgt eine gründliche Diagnosestellung. Dazu gehören Laboruntersuchungen (z. B. C1-Inhibitor-Spiegel und -Funktion, C4-Komplement), eine ausführliche Anamnese und ggf. genetische Tests. Die Therapieentscheidung wird individuell getroffen und orientiert sich an der Häufigkeit und Schwere der Attacken, dem Alter des Patienten, Begleiterkrankungen und der Verträglichkeit der jeweiligen Medikamente. Internationale Leitlinien, z. B. der Deutschen Gesellschaft für Immunologie und der HAEi (Hereditary Angioedema International), dienen als Grundlage der Therapieplanung.
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