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Die Antazidatherapie neutralisiert überschüssige Magensäure und lindert Sodbrennen, Magenschmerzen und Refluxbeschwerden schnell und effektiv.
Die Antazidatherapie neutralisiert überschüssige Magensäure und lindert Sodbrennen, Magenschmerzen und Refluxbeschwerden schnell und effektiv.
Die Antazidatherapie bezeichnet den medizinischen Einsatz von Antazida – Arzneimitteln, die überschüssige Magensäure chemisch neutralisieren. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: anti (gegen) und acidum (Säure). Antazida gehören zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten weltweit und sind in vielen Ländern ohne Rezept erhältlich. Sie wirken schnell, lindern Beschwerden jedoch meist nur vorübergehend und bekämpfen nicht die Ursache der Säureüberproduktion.
Die Antazidatherapie wird bei einer Vielzahl von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, die durch überschüssige oder aggressiv wirkende Magensäure verursacht werden:
Antazida sind chemische Basen, die im Magen direkt mit der Salzsäure (HCl) reagieren und diese neutralisieren. Dadurch steigt der pH-Wert im Magenlumen an, was die Säureaktivität vermindert und die Magenschleimhaut entlastet. Im Gegensatz zu Protonenpumpenhemmern oder H2-Blockern greifen Antazida nicht in die Säureproduktion ein, sondern wirken ausschließlich auf die bereits vorhandene Säure.
Antazida werden in der Regel 30 bis 60 Minuten nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen eingenommen, da die Magenentleerung zu diesen Zeitpunkten verlangsamt ist und die Wirkung länger anhält. Sie sind als Tabletten, Kautabletten, Suspensionen und Gels erhältlich. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Präparat und der Schwere der Beschwerden. Für eine Selbstmedikation gilt: Antazida sollten nicht länger als 2 Wochen ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden.
Obwohl Antazida im Allgemeinen gut verträglich sind, können bei längerer oder hochdosierter Anwendung Nebenwirkungen auftreten:
Antazida können die Aufnahme (Resorption) zahlreicher Medikamente im Darm beeinflussen, da sie den pH-Wert im Magen-Darm-Trakt verändern. Ein zeitlicher Abstand von mindestens 1 bis 2 Stunden zu anderen Medikamenten wird empfohlen. Besonders relevant sind Wechselwirkungen mit:
Bei leichten, gelegentlichen Beschwerden sind Antazida eine geeignete Therapieoption. Bei chronischen oder schwereren Erkrankungen wie einer ausgeprägten Refluxkrankheit oder Magengeschwüren werden jedoch wirksamere Medikamente bevorzugt:
Antazida lindern Symptome, behandeln jedoch keine Grunderkrankungen. Ein Arztbesuch ist dringend empfohlen bei:
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