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Antimikrobielle Proteine sind körpereigene Abwehrmoleküle, die Bakterien, Viren und Pilze bekämpfen. Sie sind ein zentraler Bestandteil des angeborenen Immunsystems.
Antimikrobielle Proteine sind körpereigene Abwehrmoleküle, die Bakterien, Viren und Pilze bekämpfen. Sie sind ein zentraler Bestandteil des angeborenen Immunsystems.
Antimikrobielle Proteine (auch antimikrobielle Peptide, kurz AMP) sind eine vielfältige Gruppe von Molekülen, die vom menschlichen Körper sowie von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen produziert werden. Sie dienen als erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Im menschlichen Organismus gehören sie zum angeborenen Immunsystem und wirken schnell, ohne dass eine vorherige Sensibilisierung notwendig ist.
Antimikrobielle Proteine werden anhand ihrer Struktur, Herkunft und Wirkweise in verschiedene Klassen unterteilt:
Antimikrobielle Proteine wirken über verschiedene Mechanismen:
Antimikrobielle Proteine werden an zahlreichen Stellen im menschlichen Körper produziert, insbesondere an Orten, die mit der Außenwelt in Kontakt stehen:
Das Verständnis antimikrobieller Proteine hat in der modernen Medizin erheblich an Bedeutung gewonnen. Ein Mangel oder eine verminderte Aktivität dieser Proteine kann zu erhöhter Anfälligkeit gegenüber Infektionen führen, wie beispielsweise bei bestimmten Hauterkrankungen (Morbus Crohn, Psoriasis, Neurodermitis). Andererseits können überschießende Reaktionen zur Mitbeteiligung an chronischen Entzündungen führen.
Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenz gelten antimikrobielle Peptide als vielversprechende Kandidaten für neue antiinfektive Therapieansätze. Zahlreiche AMPs werden derzeit in klinischen Studien auf ihre Einsetzbarkeit als neue Antibiotika oder Antiviralia untersucht.
In der Forschung werden antimikrobielle Proteine als Biomarker für Infektionen und Entzündungen untersucht. In der Dermatologie spielen sie eine Rolle bei der Erklärung von Unterschieden in der Infektionsanfälligkeit bei Hauterkrankungen. Therapeutisch sind erste auf AMPs basierende Präparate, wie Daptomycin (ein lipopeptidisches Antibiotikum) und topische Anwendungen, bereits in der klinischen Nutzung.