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Ein Antimykotikum ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen. Es wirkt gezielt gegen Pilze und wird sowohl lokal als auch systemisch eingesetzt.
Ein Antimykotikum ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen. Es wirkt gezielt gegen Pilze und wird sowohl lokal als auch systemisch eingesetzt.
Ein Antimykotikum (Plural: Antimykotika) ist ein Arzneimittel, das speziell zur Behandlung von Infektionen durch Pilze (Mykosen) eingesetzt wird. Pilzinfektionen können die Haut, Schleimhäute, Nägel oder innere Organe betreffen. Antimykotika wirken entweder abtötend auf Pilze (fungizid) oder hemmen deren Wachstum (fungistatisch).
Die meisten Antimykotika greifen in die Bildung oder Funktion der Pilzzellmembran ein, die sich wesentlich von menschlichen Zellmembranen unterscheidet. Dies ermöglicht eine gezielte Wirkung gegen Pilze, ohne menschliche Zellen in gleichem Maße zu schädigen.
Antimykotika werden bei einer Vielzahl von Pilzinfektionen eingesetzt:
Antimykotika sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, je nach Art und Schwere der Infektion:
Die Dosierung und Dauer der Behandlung hängen stark von der Art der Pilzinfektion, dem betroffenen Körperbereich und dem verwendeten Wirkstoff ab. Während oberflächliche Hautinfektionen oft innerhalb weniger Wochen behandelt werden können, erfordern Nagelinfektionen oder systemische Mykosen eine Therapiedauer von mehreren Monaten. Eine eigenmächtige Verkürzung der Therapie kann zu Rückfällen führen.
Wie alle Arzneimittel können Antimykotika Nebenwirkungen verursachen. Diese unterscheiden sich je nach Wirkstoff und Anwendungsform:
Bei der systemischen Anwendung empfiehlt sich eine regelmäßige Überwachung der Leber- und Nierenwerte.
Einige Antimykotika, insbesondere Azole, können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen, da sie bestimmte Leberenzyme (Cytochrom-P450-Enzyme) hemmen. Dadurch kann die Wirkung anderer Medikamente verstärkt oder abgeschwächt werden. Vor der Einnahme sollte stets ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Wie bei Antibiotika kann es auch bei Antimykotika zur Entwicklung von Resistenzen kommen, d. h. Pilze werden unempfindlich gegenüber bestimmten Wirkstoffen. Eine sachgerechte Anwendung, die Einhaltung der empfohlenen Therapiedauer und der gezielte Einsatz von Antimykotika sind entscheidend, um Resistenzen zu vermeiden.
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