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Die antioxidative Aktivität beschreibt die Fähigkeit von Substanzen, freie Radikale zu neutralisieren und oxidativen Stress im Körper zu reduzieren.
Die antioxidative Aktivität beschreibt die Fähigkeit von Substanzen, freie Radikale zu neutralisieren und oxidativen Stress im Körper zu reduzieren.
Die antioxidative Aktivität bezeichnet die Fähigkeit einer Substanz, freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies (ROS) zu neutralisieren oder deren Entstehung zu verhindern. Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die in normalen Stoffwechselprozessen entstehen, aber auch durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Zigarettenrauch, Umweltverschmutzung oder unausgewogene Ernährung gebildet werden. Ein Überschuss an freien Radikalen führt zu oxidativem Stress, der Zellen, Proteine, Fette und sogar die DNA schädigen kann.
Der menschliche Körper verfügt über ein körpereigenes antioxidatives Schutzsystem, das aus Enzymen wie Superoxiddismutase (SOD), Katalase und Glutathionperoxidase besteht. Diese Enzyme arbeiten zusammen mit aus der Nahrung aufgenommenen Antioxidantien, um oxidativen Stress zu begrenzen. Ein gestörtes Gleichgewicht zwischen der Entstehung freier Radikale und den antioxidativen Abwehrmechanismen wird mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter:
Der Körper produziert selbst eine Reihe von antioxidativ wirksamen Substanzen. Dazu gehören Glutathion, Harnsäure, Bilirubin sowie die oben genannten Enzyme. Diese körpereigenen Systeme sind essenziell, können jedoch unter Bedingungen hoher oxidativer Belastung überfordert werden.
Zahlreiche Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in der Ernährung tragen zur antioxidativen Aktivität bei:
Zur Messung der antioxidativen Aktivität von Lebensmitteln, Extrakten oder biologischen Proben werden verschiedene Testmethoden eingesetzt. Zu den gängigsten gehören:
Diese Messmethoden werden vor allem in der Lebensmittelforschung und Pharmakologie eingesetzt, um die antioxidative Kapazität von Substanzen zu quantifizieren und zu vergleichen.
Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen gilt als die effektivste Strategie zur Aufrechterhaltung einer hohen antioxidativen Kapazität im Organismus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den täglichen Konsum von mindestens 400 g Obst und Gemüse, um die Versorgung mit antioxidativ wirksamen Nährstoffen sicherzustellen.
Nahrungsergänzungsmittel mit isolierten Antioxidantien (z. B. hochdosiertes Vitamin E oder Beta-Carotin) haben in klinischen Studien nicht durchgängig die erhofften gesundheitlichen Vorteile gezeigt und können in hohen Dosen sogar nachteilige Effekte haben. Experten empfehlen daher, Antioxidantien bevorzugt über eine natürliche, pflanzenreiche Ernährung aufzunehmen.
In der Lebensmittelverarbeitung werden Antioxidantien auch als Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt, um den oxidativen Verderb von Fetten und Ölen zu verhindern und die Haltbarkeit von Produkten zu verlängern. Bekannte Beispiele sind Vitamin C (E300), Vitamin E (E306-E309) sowie synthetische Antioxidantien wie BHA (E320) und BHT (E321).
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