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Die Aortendissektion ist ein lebensbedrohlicher Einriss in der inneren Wandschicht der Hauptschlagader. Sofortige medizinische Behandlung ist zwingend erforderlich.
Die Aortendissektion ist ein lebensbedrohlicher Einriss in der inneren Wandschicht der Hauptschlagader. Sofortige medizinische Behandlung ist zwingend erforderlich.
Die Aortendissektion ist eine akute, lebensbedrohliche Erkrankung der Aorta – der größten Schlagader des menschlichen Körpers. Dabei reißt die innerste Schicht der Aortenwand (die sogenannte Intima) ein, sodass Blut zwischen die Wandschichten eindringt und diese voneinander trennt (disseziert). Es entsteht ein sogenanntes falsches Lumen, das sich schnell ausbreiten und lebenswichtige Organe gefährden kann. Die Aortendissektion gilt als medizinischer Notfall mit hoher Sterblichkeitsrate, wenn sie nicht sofort behandelt wird.
Es existieren zwei gängige Klassifikationssysteme:
Die häufigste Ursache einer Aortendissektion ist eine langfristig schlecht eingestellte arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), die die Aortenwand schwächt. Weitere wichtige Risikofaktoren sind:
Das Leitsymptom der Aortendissektion ist ein plötzlich einsetzender, reißender oder stechender Schmerz im Brustkorb oder Rücken, der häufig als vernichtend beschrieben wird. Charakteristisch ist die sogenannte Wanderschmerzsymptomatik: Der Schmerz kann in den Rücken, den Bauch oder die Beine ausstrahlen, je nach Ausbreitung der Dissektion. Weitere mögliche Symptome sind:
Die Diagnose wird in der Regel durch bildgebende Verfahren gesichert. Wichtige diagnostische Methoden sind:
Bei Verdacht auf eine Aortendissektion muss sofort der Notruf (112) gerufen werden. Der Patient wird intensivmedizinisch überwacht, Blutdruck und Herzfrequenz werden stabilisiert.
Ziel ist die rasche Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, um die Ausdehnung der Dissektion zu verlangsamen. Eingesetzt werden vor allem Betablocker (z. B. Esmolol, Labetalol) sowie Vasodilatatoren (z. B. Natriumnitroprussid).
Bei der Typ-A-Dissektion (Stanford) ist in der Regel eine Notoperation erforderlich. Dabei wird der betroffene Aortenabschnitt durch eine Gefäßprothese ersetzt. Bei der Typ-B-Dissektion wird zunächst eine konservative medikamentöse Therapie bevorzugt; bei Komplikationen (z. B. Organischämie, Ruptur) kommt ein minimalinvasiver endovaskulärer Eingriff (TEVAR – thorakale endovaskuläre Aortenreparatur) in Betracht.
Nach einer überstandenen Aortendissektion sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z. B. MRT oder CT) sowie eine lebenslange konsequente Blutdruckeinstellung unerlässlich, um erneute Dissektionen oder Komplikationen zu vermeiden.
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