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Aortokoronar bezeichnet die Verbindung zwischen der Aorta und den Koronararterien, insbesondere im Zusammenhang mit dem aortokoronaren Bypass.
Aortokoronar bezeichnet die Verbindung zwischen der Aorta und den Koronararterien, insbesondere im Zusammenhang mit dem aortokoronaren Bypass.
Der Begriff aortokoronar setzt sich aus den lateinischen bzw. griechischen Wortstämmen Aorta (die Hauptschlagader des Körpers) und Koronararterie (Herzkranzgefäß) zusammen. Er beschreibt anatomische oder chirurgische Verbindungen zwischen der Aorta und den Herzkranzgefäßen. In der medizinischen Praxis wird der Begriff vor allem im Zusammenhang mit dem aortokoronaren Bypass (ACB) verwendet, einem der häufigsten herzchirurgischen Eingriffe weltweit.
Die Koronararterien (Herzkranzgefäße) entspringen direkt aus der Aorta und versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut. Es gibt zwei Hauptkoronararterien:
Werden diese Gefäße durch Ablagerungen (Arteriosklerose) verengt oder verschlossen, kann der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, was zu Angina pectoris oder einem Herzinfarkt führen kann.
Der aortokoronare Bypasseingriff (ACB-Operation) ist ein herzchirurgisches Verfahren, bei dem verengte oder verschlossene Koronararterien durch neue Blutgefäßverbindungen umgangen werden. Dabei wird ein Gefäßtransplantat (sogenannter Bypass) zwischen der Aorta und dem Koronargefäß jenseits der Engstelle angelegt, um die Blutversorgung des Herzmuskels wiederherzustellen.
Als Bypasstreffen werden verschiedene körpereigene Gefäße verwendet:
Ein aortokoronarer Bypass wird in der Regel empfohlen bei:
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert je nach Anzahl der Bypässe mehrere Stunden. Klassischerweise wird die Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (extrakorporale Zirkulation) durchgeführt, die während des Eingriffs die Herzfunktion übernimmt. In bestimmten Fällen ist auch eine sogenannte Off-pump-Bypass-Operation am schlagenden Herzen möglich.
Wie bei jedem großen chirurgischen Eingriff bestehen auch beim aortokoronaren Bypass bestimmte Risiken:
Die Sterblichkeitsrate des Eingriffs ist in spezialisierten Zentren gering und liegt bei elektiven Operationen bei unter 2 %.
Der aortokoronare Bypass verbessert bei geeigneten Patienten nachweislich die Lebensqualität, reduziert Beschwerden wie Angina pectoris und verlängert in bestimmten Patientengruppen die Lebenserwartung. Die Langzeitdurchgängigkeit der Bypässe variiert je nach verwendetem Gefäß: Arterielle Bypässe (insbesondere mit der Arteria thoracica interna) zeigen nach 10 Jahren Offenheitsraten von über 90 %, venöse Bypässe liegen nach 10 Jahren bei etwa 50-60 %.
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