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Apoptosehemmung bezeichnet die Unterdrückung des programmierten Zelltods. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Krebs und ist Ziel moderner Therapieansätze.
Apoptosehemmung bezeichnet die Unterdrückung des programmierten Zelltods. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Krebs und ist Ziel moderner Therapieansätze.
Apoptosehemmung bezeichnet den biologischen oder pharmakologischen Vorgang, bei dem der programmierte Zelltod (Apoptose) unterdrückt oder verhindert wird. Unter normalen Bedingungen ist die Apoptose ein lebenswichtiger Mechanismus, der beschädigte, überflüssige oder potenziell gefährliche Zellen gezielt beseitigt. Wird dieser Prozess gehemmt, können Zellen unkontrolliert überleben und sich weiter vermehren – ein zentrales Merkmal vieler Erkrankungen, insbesondere von Krebs.
Die Apoptose wird durch zwei Hauptwege ausgelöst:
Beide Wege münden in der Aktivierung von Caspasen – Enzymen, die die Zelle systematisch abbauen. Apoptosehemmende Mechanismen greifen an verschiedenen Punkten in diese Signalkaskaden ein.
Proteine wie Bcl-2, Bcl-xL oder MCL-1 blockieren die Freisetzung von Cytochrom c aus den Mitochondrien und verhindern so die Einleitung des programmierten Zelltods. In vielen Tumorzellen sind diese Proteine stark überexprimiert.
Proapoptotische Proteine wie BAX, BAK oder BIM werden in Krebszellen häufig durch Mutationen inaktiviert oder in ihrer Aktivität gehemmt, sodass das apoptotische Signal nicht weitergeleitet wird.
IAPs (z. B. Survivin, XIAP) sind eine Proteinfamilie, die Caspasen direkt hemmt und damit den Abbau der Zelle verhindert. Sie sind in zahlreichen Tumoren überexprimiert und gelten als vielversprechende therapeutische Zielstrukturen.
Das Protein p53 gilt als zentraler Wächter des Genoms. Bei DNA-Schäden aktiviert es die Apoptose. Mutationen im TP53-Gen – in über 50 % aller Krebserkrankungen nachweisbar – führen dazu, dass dieser Schutzmechanismus versagt und Zellen trotz schwerer Schäden überleben.
Eine gestörte Apoptose ist ein wesentliches Kennzeichen maligner Erkrankungen. Sie trägt bei zu:
Aber auch bei Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen und neurodegenerativen Erkrankungen kann eine fehlerhafte Apoptosehemmung eine Rolle spielen.
Die gezielte Reaktivierung der Apoptose in Tumorzellen ist ein zentrales Ziel der modernen Onkologie. Wichtige Ansätze umfassen:
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