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Die Appendektomie ist die chirurgische Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix). Sie ist der Standardeingriff bei akuter Appendizitis und wird meist als minimalinvasive Operation durchgeführt.
Die Appendektomie ist die chirurgische Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix). Sie ist der Standardeingriff bei akuter Appendizitis und wird meist als minimalinvasive Operation durchgeführt.
Die Appendektomie (auch Appendizektomie) bezeichnet die operative Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis), eines kleinen, fingerförmigen Anhangs am Blinddarm (Zäkum) im rechten Unterbauch. Sie ist einer der häufigsten chirurgischen Notfalleingriffe weltweit und wird in der Regel bei einer akuten Appendizitis (Blinddarmentzündung) durchgeführt, um lebensbedrohliche Komplikationen wie einen Durchbruch des Wurmfortsatzes (Perforation) zu verhindern.
Die Appendektomie wird vor allem in folgenden Situationen eingesetzt:
Typische Zeichen, die zur Appendektomie führen, umfassen:
Vor der Operation wird die Appendizitis durch verschiedene Untersuchungen bestätigt:
Die laparoskopische Appendektomie ist heute das bevorzugte Standardverfahren. Dabei werden drei kleine Schnitte (je ca. 0,5–1 cm) im Bauch gemacht. Über einen dieser Schnitte wird eine Kamera (Laparoskop) eingeführt, über die anderen werden chirurgische Instrumente eingesetzt. Der Wurmfortsatz wird abgetrennt, ligiert und entfernt. Vorteile sind geringere Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte und schnellere Erholung.
Bei der offenen Appendektomie wird ein Schnitt (ca. 5–8 cm) im rechten Unterbauch gesetzt (Wechselschnitt oder Pararektalschnitt). Dieses Verfahren wird bei fortgeschrittener Perforation, starken Verwachsungen oder technischen Schwierigkeiten bei der Laparoskopie bevorzugt.
Die Appendektomie wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Zur Vorbereitung gehören Blutuntersuchungen, ein Aufklärungsgespräch sowie die Nahrungskarenz vor dem Eingriff. Im Notfall wird die Operation so rasch wie möglich durchgeführt, um eine Perforation zu verhindern.
Nach einer laparoskopischen Appendektomie können die meisten Patientinnen und Patienten das Krankenhaus nach 1–2 Tagen verlassen. Bei einem unkomplizierten Verlauf ist die vollständige Erholung in der Regel nach 2–4 Wochen erreicht. Nach einer offenen Operation oder bei Komplikationen (z. B. Perforation) kann der Krankenhausaufenthalt länger dauern. Körperliche Schonung, Wundpflege und Nachsorgetermine beim Arzt sind wichtig.
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Appendektomie gewisse Risiken:
In ausgewählten Fällen einer unkomplizierten Appendizitis kann auch eine konservative Behandlung mit Antibiotika in Betracht gezogen werden. Studien zeigen, dass dies bei etwa 70 % der Patienten zunächst erfolgreich ist. Allerdings besteht ein Rückfallrisiko, weshalb die Appendektomie weiterhin als Goldstandard gilt.
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