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Aromatasehemmer sind Medikamente, die die Östrogenproduktion im Körper hemmen. Sie werden vor allem bei hormonsensitivem Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt.
Aromatasehemmer sind Medikamente, die die Östrogenproduktion im Körper hemmen. Sie werden vor allem bei hormonsensitivem Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt.
Aromatasehemmer (auch Aromataseinhibitoren genannt) sind eine Klasse von Medikamenten, die die Aktivität des Enzyms Aromatase blockieren. Dieses Enzym ist für die Umwandlung von männlichen Geschlechtshormonen (Androgenen) in weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) zuständig. Durch die Hemmung der Aromatase wird die Östrogenproduktion im Körper deutlich reduziert.
Aromatasehemmer gehören zur Gruppe der antihormonellen Therapien (endokrine Therapie) und werden hauptsächlich in der Behandlung von hormonsensitivem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen eingesetzt. Nach den Wechseljahren produziert der Körper Östrogen überwiegend über das Aromataseenzym in Fettgewebe, Muskeln und anderen Geweben – die Eierstocktätigkeit ist eingestellt.
Das Enzym Aromatase (offiziell: Cytochrom P450 19A1) katalysiert die Biosynthese von Östrogenen aus Androgenen wie Testosteron und Androstendion. Aromatasehemmer binden an dieses Enzym und blockieren dessen Funktion auf zwei unterschiedliche Arten:
Durch die Blockade der Aromatase sinkt der Östrogenspiegel im Blut und im Gewebe erheblich, was das Wachstum östrogensensitiver Tumorzellen verlangsamt oder stoppt.
Aromatasehemmer kommen in verschiedenen medizinischen Bereichen zum Einsatz:
Die am häufigsten eingesetzten Aromatasehemmer sind:
Alle drei Wirkstoffe sind für die Behandlung von Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen zugelassen und gelten als gleichwertig wirksam, unterscheiden sich aber in ihrem Nebenwirkungsprofil.
Aromatasehemmer werden in der Regel als Tabletten einmal täglich oral eingenommen. Die Behandlung kann über mehrere Jahre andauern – bei adjuvanter Therapie nach Brustkrebs typischerweise für 5 bis 10 Jahre. Sie werden ausschließlich bei postmenopausalen Frauen eingesetzt, da prämenopausale Frauen mit noch aktiven Eierstocks über alternative Östrogenquellen verfügen, die durch Aromatasehemmer allein nicht ausreichend blockiert werden können.
Da Aromatasehemmer den Östrogenspiegel stark senken, sind viele ihrer Nebenwirkungen direkte Folge des Östrogenmangels:
Zur Vorbeugung von Osteoporose wird begleitend häufig eine Supplementierung mit Calcium und Vitamin D sowie gegebenenfalls eine Therapie mit Bisphosphonaten empfohlen.
Aromatasehemmer dürfen nicht angewendet werden bei:
Besondere Vorsicht ist geboten bei bestehender Osteoporose oder erhöhtem Frakturrisiko, sowie bei Leber- oder Nierenerkrankungen.
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