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Die Arteria hyaloidea persistens ist eine angeborene Augenanomalie, bei der ein fetales Blutgefäß im Auge nicht vollständig zurückgebildet wird. Sie kann die Sehentwicklung beeinträchtigen.
Die Arteria hyaloidea persistens ist eine angeborene Augenanomalie, bei der ein fetales Blutgefäß im Auge nicht vollständig zurückgebildet wird. Sie kann die Sehentwicklung beeinträchtigen.
Die Arteria hyaloidea persistens (auch: persistierende Arteria hyaloidea) ist eine angeborene Fehlbildung des Auges. Dabei bleibt ein Blutgefäß, das während der Embryonalentwicklung eine wichtige Versorgungsfunktion übernimmt – die sogenannte Arteria hyaloidea –, nach der Geburt ganz oder teilweise bestehen, obwohl es sich normalerweise vollständig zurückbilden sollte.
Die Arteria hyaloidea verläuft im sich entwickelnden Auge durch den Glaskörper (Corpus vitreum) vom Sehnervenkopf (Discus opticus) bis zur Rückseite der Augenlinse. Sie versorgt die wachsende Linse mit Nährstoffen. Nach der vollständigen Entwicklung des Auges – üblicherweise bis zur 29. Schwangerschaftswoche – bildet sich dieses Gefäß normalerweise vollständig zurück. Bleibt es bestehen, spricht man von einer Arteria hyaloidea persistens.
Die genauen Ursachen für das Persistieren der Arteria hyaloidea sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Störung der normalen Rückbildung fetaler Blutgefäße im Auge. Mögliche Einflussfaktoren umfassen:
Die klinische Ausprägung der Arteria hyaloidea persistens ist sehr variabel. Häufig verursacht ein kleiner, isolierter Rest keine Beschwerden und wird zufällig entdeckt. In ausgeprägteren Fällen können folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose der Arteria hyaloidea persistens erfolgt in der Regel durch eine augenärztliche Untersuchung. Folgende diagnostische Methoden kommen zum Einsatz:
Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um eine mögliche Beeinträchtigung der Sehentwicklung so früh wie möglich behandeln zu können.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Anomalie und den damit verbundenen Symptomen. Bei einem kleinen, asymptomatischen Gefäßrest ohne Sehbeeinträchtigung ist häufig keine Behandlung notwendig, jedoch sind regelmäßige Verlaufskontrollen empfohlen.
Der Verlauf hängt stark vom Ausmaß der verbleibenden Gefäßstruktur und den begleitenden Veränderungen im Auge ab. Isolierte, kleine Reste der Arteria hyaloidea ohne funktionelle Beeinträchtigung haben in der Regel eine gute Prognose. Bei ausgeprägteren Befunden, insbesondere im Rahmen eines persistierenden fetalen Gefäßsyndroms, kann die Sehprognose eingeschränkt sein. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind in jedem Fall empfehlenswert.
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