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Die Arteria lusoria ist eine seltene angeborene Gefäßfehlbildung, bei der die rechte Schlüsselbeinarterie einen abnormalen Verlauf hinter der Speiseröhre nimmt und Schluckbeschwerden verursachen kann.
Die Arteria lusoria ist eine seltene angeborene Gefäßfehlbildung, bei der die rechte Schlüsselbeinarterie einen abnormalen Verlauf hinter der Speiseröhre nimmt und Schluckbeschwerden verursachen kann.
Die Arteria lusoria (lateinisch für "spielende Arterie") ist eine der häufigsten angeborenen Anomalien des Aortenbogens. Sie tritt auf, wenn die rechte Arteria subclavia (rechte Schlüsselbeinarterie) nicht wie üblich als Ast des Truncus brachiocephalicus entspringt, sondern direkt aus der Aorta – meist als letzter Ast des Aortenbogens. Dabei verläuft das Gefäß typischerweise hinter der Speiseröhre (ösophageal) oder seltener zwischen Speiseröhre und Luftröhre. Diese Fehlbildung betrifft etwa 0,5 bis 2 % der Bevölkerung und ist damit die häufigste Anomalie im Bereich des Aortenbogens.
Die Arteria lusoria entsteht während der embryonalen Entwicklung durch eine Fehlanlage der Aortenbogenarterien. Normalerweise bilden sich im Embryo paarige Kiemenbogenarterien, aus denen sich die großen Gefäße des Brustkorbs entwickeln. Eine fehlerhafte Rückbildung des vierten rechten Aortenbogens führt zur atypischen Lage der rechten Arteria subclavia. Die genauen Ursachen sind meist genetisch bedingt; ein Zusammenhang mit bestimmten chromosomalen Störungen (z. B. Trisomie 21) wurde beschrieben.
Die meisten Betroffenen haben keine Beschwerden und die Fehlbildung wird zufällig entdeckt. Wenn Symptome auftreten, sind diese häufig auf die mechanische Kompression benachbarter Strukturen zurückzuführen:
Beschwerden können in jedem Lebensalter auftreten, manifestieren sich jedoch häufig erst im Erwachsenenalter, wenn degenerative Veränderungen der Aorta (z. B. Arteriosklerose) zur Versteifung des Gefäßes und damit zu stärkerem Druck auf die Speiseröhre führen.
Die Arteria lusoria wird oft als Zufallsbefund bei bildgebenden Untersuchungen entdeckt. Die wichtigsten diagnostischen Methoden sind:
Asymptomatische Befunde bedürfen in der Regel keiner Behandlung, sondern lediglich einer regelmäßigen Kontrolle. Bei ausgeprägten Beschwerden stehen folgende Therapieoptionen zur Verfügung:
Bei milden Symptomen können diätetische Maßnahmen (z. B. weiche Kost, langsames Essen) und die Behandlung von Begleiterkrankungen (z. B. Arteriosklerose) helfen, die Beschwerden zu lindern.
Bei starken oder zunehmenden Beschwerden ist ein chirurgischer Eingriff indiziert. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
Die Prognose nach operativer Behandlung ist in der Regel gut; die Schluckbeschwerden bilden sich bei den meisten Patienten vollständig zurück.
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