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Arteriovenös beschreibt eine Verbindung oder Beziehung zwischen Arterien und Venen. Der Begriff ist zentral in der Gefäßmedizin und Kardiologie.
Arteriovenös beschreibt eine Verbindung oder Beziehung zwischen Arterien und Venen. Der Begriff ist zentral in der Gefäßmedizin und Kardiologie.
Arteriovenös ist ein medizinischer Fachbegriff, der sich auf die gleichzeitige Beteiligung von Arterien (Blutgefäße, die Blut vom Herzen wegführen) und Venen (Blutgefäße, die Blut zum Herzen zurückführen) bezieht. Der Begriff wird verwendet, um anatomische Strukturen, pathologische Verbindungen oder physiologische Vorgänge zu beschreiben, bei denen beide Gefäßtypen eine Rolle spielen.
Im normalen Blutkreislauf fließt das Blut vom Herzen über Arterien in immer kleinere Gefäße (Arteriolen und Kapillaren), wo der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselprodukten zwischen Blut und Gewebe stattfindet. Anschließend gelangt das Blut über Venolen und Venen zurück zum Herzen. Die arteriovenöse Differenz beschreibt dabei den Unterschied im Sauerstoff- oder Nährstoffgehalt zwischen arteriellem und venösem Blut und ist ein wichtiger klinischer Parameter.
Eine arteriovenöse Malformation ist eine angeborene Fehlbildung, bei der Arterien und Venen direkt miteinander verbunden sind, ohne dass dazwischenliegende Kapillaren vorhanden sind. Dies kann in verschiedenen Organen auftreten, am häufigsten im Gehirn und Rückenmark. Durch den hohen Blutdruck in den Arterien können die dünnwandigen Venen überlastet werden, was das Risiko einer Ruptur (eines Einrisses) und einer Blutung erhöht.
Eine arteriovenöse Fistel ist eine abnorme Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, die entweder angeboren sein oder durch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen entstehen kann. Medizinisch werden AV-Fisteln auch gezielt angelegt, beispielsweise am Unterarm von Dialysepatienten, um einen dauerhaften, gut zugänglichen Gefäßzugang für die Hämodialyse zu schaffen.
Als arteriovenöser Shunt bezeichnet man eine Kurzschlussverbindung zwischen dem arteriellen und venösen Kreislaufsystem. Solche Shunts können physiologisch (z. B. zur Thermoregulation in der Haut), pathologisch (z. B. bei Leberzirrhose) oder iatrogen (durch ärztliche Maßnahmen geschaffen, wie bei der Dialyse) sein. Ein bedeutsamer Shunt kann die Herzleistung beeinträchtigen, da das Blut den Kapillarkreislauf umgeht.
Der Begriff atrioventrikulärer Block (AV-Block) wird im Herzrhythmusbereich verwendet und beschreibt eine Störung der elektrischen Überleitung zwischen den Herzvorhöfen (Atrien) und den Herzkammern (Ventrikeln). Obwohl der Begriff technisch eher atrio-ventrikulär meint, wird er häufig im Kontext des arteriovenösen Systems genannt. AV-Blöcke werden in Grade I bis III eingeteilt und können von asymptomatisch bis lebensbedrohlich reichen.
Zur Diagnose arteriovenöser Fehlbildungen und Erkrankungen kommen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz:
Die Behandlung richtet sich nach der Art, Lage und Ausprägung der arteriovenösen Veränderung:
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