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Die ASAS-Kriterien sind international anerkannte Klassifikationskriterien zur Diagnose axialer Spondyloarthritis, einschließlich Morbus Bechterew.
Die ASAS-Kriterien sind international anerkannte Klassifikationskriterien zur Diagnose axialer Spondyloarthritis, einschließlich Morbus Bechterew.
Die ASAS-Kriterien (Assessment of SpondyloArthritis international Society) sind international anerkannte Klassifikationskriterien, die zur Diagnose und Klassifikation der axialen Spondyloarthritis eingesetzt werden. Sie wurden von der internationalen Fachgesellschaft ASAS (Assessment of SpondyloArthritis international Society) entwickelt und im Jahr 2009 veröffentlicht. Ziel dieser Kriterien ist es, Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen möglichst frühzeitig und zuverlässig zu identifizieren, bei denen eine axiale Spondyloarthritis vorliegen könnte.
Die axiale Spondyloarthritis ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die hauptsächlich die Wirbelsäule und die Kreuzdarmbeingelenke (Sakroiliakalgelenke) betrifft. Sie umfasst zwei Formen:
Die ASAS-Kriterien ermöglichen es, beide Formen zu erfassen und damit eine frühzeitige Behandlung einzuleiten, bevor irreversible Schäden an der Wirbelsäule entstehen.
Die ASAS-Kriterien für axiale Spondyloarthritis gelten für Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen seit mindestens 3 Monaten und einem Erkrankungsbeginn vor dem 45. Lebensjahr. Die Klassifikation erfolgt über zwei Wege:
Nachweis einer Sakroiliitis in der Bildgebung (MRT oder Röntgen) plus mindestens 1 weiteres Merkmal einer Spondyloarthritis aus der folgenden Liste:
Positiver HLA-B27-Befund plus mindestens 2 weitere Merkmale einer Spondyloarthritis aus der oben genannten Liste (ohne Bildgebungsbefund).
Entzündlicher Rückenschmerz ist ein zentrales Leitsymptom. Er beginnt typischerweise vor dem 40. Lebensjahr, entwickelt sich langsam, bessert sich durch Bewegung, nicht jedoch durch Ruhe, und ist nachts besonders ausgeprägt (mit morgendlicher Steifigkeit von mehr als 30 Minuten).
HLA-B27 ist ein genetisches Gewebemerkmal (Histokompatibilitätsantigen), das bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis nachweisbar ist. Ein positiver Befund erhöht die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung erheblich, ist jedoch allein nicht beweisend.
Eine Sakroiliitis bezeichnet eine Entzündung der Kreuzdarmbeingelenke. Im MRT können aktive Entzündungszeichen (Knochenmarksoedem) frühzeitig erkannt werden, während das Röntgenbild strukturelle Schäden wie Erosionen oder Sklerosierungen in späteren Stadien zeigt.
Die ASAS-Kriterien sind primär als Klassifikationskriterien für wissenschaftliche Studien konzipiert, werden in der klinischen Praxis jedoch auch als wichtige Orientierungshilfe bei der Diagnosestellung genutzt. Die Diagnose einer axialen Spondyloarthritis erfordert eine umfassende Beurteilung durch eine Rheumatologin oder einen Rheumatologen, einschließlich:
Eine frühzeitige Diagnose mithilfe der ASAS-Kriterien ermöglicht einen rechtzeitigen Behandlungsbeginn. Die Therapie umfasst:
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