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Die Atemmechanik beschreibt die physikalischen und muskulären Vorgänge, die das Ein- und Ausatmen ermöglichen. Sie ist die Grundlage der Lungenbelüftung.
Die Atemmechanik beschreibt die physikalischen und muskulären Vorgänge, die das Ein- und Ausatmen ermöglichen. Sie ist die Grundlage der Lungenbelüftung.
Die Atemmechanik bezeichnet die Gesamtheit der physikalischen und muskulären Prozesse, die das Einatmen (Inspiration) und das Ausatmen (Exspiration) ermöglichen. Sie bildet die physiologische Grundlage der äußeren Atmung und ist entscheidend für eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff sowie für die Abgabe von Kohlendioxid.
Die Atemmechanik beruht auf dem physikalischen Prinzip, dass Luft von einem Gebiet höheren Drucks in ein Gebiet niedrigeren Drucks strömt. Durch aktive Muskelarbeit wird das Volumen des Brustkorbs verändert, was Druckunterschiede zwischen der Außenluft und den Lungenbläschen (Alveolen) erzeugt. Diese Druckunterschiede treiben den Luftstrom an.
Die Einatmung ist ein aktiver Vorgang. Das wichtigste Atemmuskel ist das Zwerchfell (Diaphragma), ein kuppelförmiger Muskel, der den Brust- vom Bauchraum trennt. Bei der Kontraktion des Zwerchfells flacht es sich ab und vergrößert das Thoraxvolumen nach unten. Gleichzeitig heben die äußeren Zwischenrippenmuskeln (Musculi intercostales externi) den Brustkorb an und erweitern ihn nach vorne und seitlich.
Bei verstärkter Atmung (z. B. bei körperlicher Anstrengung) werden zusätzlich Atemhilfsmuskeln aktiviert, darunter der Musculus sternocleidomastoideus und die Scaleni-Muskeln.
Die ruhige Ausatmung ist ein überwiegend passiver Vorgang. Sie wird durch die elastische Rückstellkraft der Lunge und des Brustkorbs angetrieben, die nach der Dehnung in ihre Ausgangslage zurückstreben.
Bei forcierter Ausatmung (z. B. beim Husten oder beim Sport) kommen die inneren Zwischenrippenmuskeln und die Bauchmuskulatur als aktive Ausatemmuskeln hinzu.
Für das Verständnis der Atemmechanik sind zwei Druckgrößen zentral:
Die Compliance beschreibt die Dehnbarkeit von Lunge und Brustkorb. Eine hohe Compliance bedeutet, dass sich die Lunge leicht dehnen lässt. Bei Erkrankungen wie Lungenfibrose ist die Compliance vermindert, bei Lungenemphysem erhöht.
Neben der Compliance spielt auch der Atemwegswiderstand (Resistance) eine wichtige Rolle. Er beschreibt den Widerstand, den die Atemwege dem Luftstrom entgegensetzen. Ein erhöhter Widerstand, wie er bei Asthma bronchiale oder COPD vorkommt, erschwert die Atmung erheblich, besonders die Ausatmung.
Störungen der Atemmechanik können zu einer eingeschränkten Lungenfunktion führen. Dazu zählen:
Die Beurteilung der Atemmechanik ist zentraler Bestandteil der Lungenfunktionsdiagnostik (Spirometrie, Ganzkörperplethysmographie).
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