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Das Atemnotsyndrom ist eine schwerwiegende Lungenerkrankung, die zu akuter Atemnot führt. Es tritt häufig bei Frühgeborenen oder als Folge schwerer Erkrankungen auf.
Das Atemnotsyndrom ist eine schwerwiegende Lungenerkrankung, die zu akuter Atemnot führt. Es tritt häufig bei Frühgeborenen oder als Folge schwerer Erkrankungen auf.
Das Atemnotsyndrom (englisch: Respiratory Distress Syndrome, kurz RDS) bezeichnet eine ernsthafte Erkrankung der Lunge, bei der die Atmung stark beeinträchtigt ist. Man unterscheidet zwei Hauptformen: das neonatale Atemnotsyndrom (NRDS), das vor allem bei Frühgeborenen auftritt, und das akute Atemnotsyndrom (ARDS, Acute Respiratory Distress Syndrome), das bei Erwachsenen und Kindern als Folge schwerer Erkrankungen oder Verletzungen entstehen kann.
Das neonatale Atemnotsyndrom entsteht in erster Linie durch einen Mangel an Surfactant – einer Substanz, die die Lungenoberfläche auskleidet und verhindert, dass die Lungenbläschen (Alveolen) beim Ausatmen kollabieren. Da Surfactant erst gegen Ende der Schwangerschaft in ausreichender Menge gebildet wird, sind vor allem Frühgeborene betroffen.
Das ARDS ist eine lebensbedrohliche Entzündungsreaktion der Lunge, die durch verschiedene schwere Auslöser entstehen kann:
Die Symptome des Atemnotsyndroms entwickeln sich häufig innerhalb kurzer Zeit und können je nach Form variieren:
Die Diagnose des Atemnotsyndroms erfolgt durch eine Kombination klinischer Untersuchungen und technischer Verfahren:
Die Behandlung des NRDS zielt darauf ab, die Lungenfunktion zu unterstützen und Komplikationen zu verhindern:
Das ARDS erfordert intensivmedizinische Behandlung:
Die Prognose hängt stark von der Form und dem Schweregrad des Atemnotsyndroms ab. Das neonatale Atemnotsyndrom hat durch moderne Therapiemöglichkeiten eine deutlich verbesserte Prognose. Beim ARDS liegt die Sterblichkeitsrate je nach Schweregrad zwischen 30 und 50 %, wobei Überlebende häufig langfristige Einschränkungen der Lungenfunktion erfahren können.
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