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Der Atherogenitätsindex des Plasmas (AIP) ist ein Blutmarker zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos. Er spiegelt das Verhältnis von Triglyzeriden zu HDL-Cholesterin wider.
Der Atherogenitätsindex des Plasmas (AIP) ist ein Blutmarker zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos. Er spiegelt das Verhältnis von Triglyzeriden zu HDL-Cholesterin wider.
Der Atherogenitätsindex des Plasmas (englisch: Atherogenic Index of Plasma, kurz AIP) ist ein berechneter Laborwert, der das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) und damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschätzt. Er wird aus einem einfachen Blutbild abgeleitet und gilt als aussagekräftiger als einzelne Cholesterinwerte allein.
Der AIP wird nach folgender Formel berechnet:
AIP = log⊂10; (Triglyzeride [mmol/L] / HDL-Cholesterin [mmol/L])
Je höher der AIP-Wert, desto höher ist das Risiko für eine Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Traditionell werden zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos Werte wie Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin (das sogenannte schlechte Cholesterin) und HDL-Cholesterin (das sogenannte gute Cholesterin) herangezogen. Der AIP ergänzt diese Beurteilung, indem er das Verhältnis von Triglyzeriden (Blutfetten) zu HDL-Cholesterin ins Verhältnis setzt und so ein differenzierteres Bild des Stoffwechselzustands liefert.
Ein niedriger AIP-Wert weist auf ein günstiges Lipidprofil hin, während ein hoher AIP-Wert mit einer erhöhten Konzentration kleiner, dichter LDL-Partikel assoziiert ist. Diese Partikel sind besonders gefäßschädigend und fördern die Bildung von arteriosklerotischen Plaques in den Gefäßwänden.
Die gängigen Grenzwerte für den AIP werden in der Literatur wie folgt angegeben:
Diese Grenzwerte können je nach Studie und Bevölkerungsgruppe leicht variieren. Die Interpretation sollte stets im Kontext weiterer klinischer Befunde und Risikofaktoren erfolgen.
Verschiedene Faktoren können den AIP-Wert beeinflussen:
Der AIP wird nicht direkt gemessen, sondern aus einem Standard-Blutlipidprofil (Lipidstatus) berechnet. Dazu sind folgende Messwerte notwendig:
Die Blutentnahme erfolgt in der Regel nach einer mehrsündigen Nüchternphase (meist 8 bis 12 Stunden), um verlässliche Triglyzeridwerte zu erhalten. Anschließend wird der AIP mit der oben genannten Formel berechnet.
Bei einem erhöhten AIP-Wert stehen zunächst Lebensstiländerungen im Vordergrund:
Falls Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichen, kommen medikamentöse Therapien infrage, etwa:
Der AIP wird in der Forschung zunehmend als überlegener Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse angesehen, da er das Zusammenspiel von atheroprotektiven (gefäßschützenden) und atherogenen (gefäßschädigenden) Lipoproteinen widerspiegelt. Im Vergleich zum klassischen LDL-Cholesterin-Wert erfasst der AIP auch Personen mit einem sogenannten atherogenem Lipidprofil, das trotz normaler LDL-Werte ein erhöhtes Risiko aufweist.
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