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Ausscheidungsorgane sind Organe des menschlichen Körpers, die Stoffwechselendprodukte und schädliche Substanzen nach außen abgeben und so zur Entgiftung beitragen.
Ausscheidungsorgane sind Organe des menschlichen Körpers, die Stoffwechselendprodukte und schädliche Substanzen nach außen abgeben und so zur Entgiftung beitragen.
Ein Ausscheidungsorgan (auch Exkretionsorgan genannt) ist ein Organ, das im menschlichen Körper dafür zuständig ist, nicht mehr benötigte oder schädliche Stoffe aus dem Stoffwechsel nach außen abzugeben. Dieser Vorgang wird als Exkretion bezeichnet. Zu diesen Stoffen gehören Stoffwechselendprodukte wie Harnstoff, Kohlenstoffdioxid, überschüssige Salze und andere Schadstoffe, die sich andernfalls im Körper anreichern würden.
Ausscheidungsorgane spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts des Körpers, dem sogenannten Homöostase. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt, den Säure-Basen-Haushalt sowie die Konzentration verschiedener Substanzen im Blut.
Die Nieren sind die bedeutendsten Ausscheidungsorgane des menschlichen Körpers. Sie filtern täglich etwa 180 Liter Primärharn aus dem Blut. Der größte Teil wird rückresorbiert, sodass täglich etwa 1,5 bis 2 Liter Urin ausgeschieden werden. Mit dem Urin werden unter anderem Harnstoff, Kreatinin, überschüssige Salze, Medikamentenrückstände und andere wasserlösliche Abfallstoffe entfernt.
Die Lunge ist das wichtigste Ausscheidungsorgan für gasförmige Stoffwechselprodukte. Bei jeder Ausatmung wird Kohlenstoffdioxid (CO₂) abgegeben, das als Endprodukt des Energiestoffwechsels in den Zellen entsteht. Gleichzeitig nimmt die Lunge Sauerstoff auf, der für die Zellatmung benötigt wird.
Die Leber übernimmt eine wichtige Entgiftungsfunktion. Sie wandelt schädliche Substanzen wie Ammoniak in den weniger giftigen Harnstoff um, der dann über die Nieren ausgeschieden wird. Zudem baut die Leber Medikamente, Alkohol und andere Fremdstoffe ab. Abbauprodukte werden über die Gallenflüssigkeit in den Darm abgegeben und mit dem Stuhl ausgeschieden.
Die Haut scheidet über die Schweißdrüsen geringe Mengen an Harnstoff, Salzen (vor allem Natriumchlorid) und Wasser aus. Obwohl die Ausscheidungsleistung der Haut im Vergleich zu den Nieren gering ist, trägt sie zur Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts sowie der Körpertemperatur bei.
Der Dickdarm scheidet unverdauliche Nahrungsbestandteile, Gallenabbauprodukte, Bakterien und andere Stoffe als Stuhl (Fäzes) aus. Auch über die Gallenflüssigkeit ausgeschiedene Substanzen verlassen den Körper auf diesem Weg.
Sind Ausscheidungsorgane in ihrer Funktion eingeschränkt, kann es zu einer gefährlichen Ansammlung von Schadstoffen im Körper kommen. Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Leberversagen oder chronische Lungenerkrankungen beeinträchtigen die Ausscheidungsfunktion erheblich und erfordern medizinische Behandlung. Bei Nierenversagen kann beispielsweise eine Dialyse notwendig werden, um die fehlende Filterfunktion der Nieren maschinell zu ersetzen.
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