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Die Axilladissektion ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von Lymphknoten in der Achselgrube, häufig bei Brustkrebs. Sie dient der Diagnose und Therapie.
Die Axilladissektion ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von Lymphknoten in der Achselgrube, häufig bei Brustkrebs. Sie dient der Diagnose und Therapie.
Die Axilladissektion (auch axilläre Lymphknotendissektion genannt) ist ein operativer Eingriff, bei dem Lymphknoten in der Achselgrube (Axilla) chirurgisch entfernt werden. Der Eingriff wird vor allem im Rahmen der Behandlung von Brustkrebs durchgeführt, kann jedoch auch bei anderen Tumorerkrankungen notwendig sein, bei denen Lymphknoten in der Achselregion befallen sind.
Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Strukturen des Immunsystems, die Gewebsflüssigkeit filtern und Immunzellen beherbergen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Ausbreitung von Krebszellen im Körper. Sind Lymphknoten von Tumorzellen befallen, spricht man von Lymphknotenmetastasen.
Eine Axilladissektion wird empfohlen, wenn:
Die Axilladissektion wird in Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg macht einen Schnitt in der Achselgrube und entfernt systematisch die dort befindlichen Lymphknoten – in der Regel aus dem sogenannten Level I und Level II der Axilla (in seltenen Fällen auch Level III). Typischerweise werden dabei 10 bis 20 Lymphknoten entnommen. Die entnommenen Gewebe werden anschließend feingeweblich (histologisch) untersucht, um den Befall durch Krebszellen zu beurteilen.
Die Axilladissektion liefert wichtige Informationen über das Tumorstadium und beeinflusst die weitere Behandlungsplanung. Die Anzahl der befallenen Lymphknoten ist ein entscheidender Faktor für die Prognose der Erkrankung und für die Entscheidung, ob eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder andere systemische Therapien notwendig sind.
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Axilladissektion Risiken. Zu den häufigsten Komplikationen zählen:
In den letzten Jahren hat sich die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (Wächterlymphknoten-Entnahme) als schonendere Alternative etabliert. Dabei wird nur der erste drainierende Lymphknoten entfernt und untersucht. Ist dieser tumorfrei, kann auf eine vollständige Axilladissektion verzichtet werden, was das Risiko von Komplikationen wie dem Lymphödem deutlich senkt. Aktuelle Leitlinien empfehlen diese minimal-invasivere Methode, wenn klinisch keine eindeutigen Zeichen eines Lymphknotenbefalls vorliegen.
Nach einer Axilladissektion sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Zur Vorbeugung und Behandlung eines Lymphödems werden Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung und gezielte Physiotherapie eingesetzt. Patientinnen und Patienten sollten frühzeitig über Schutzmaßnahmen für den betroffenen Arm informiert werden, um das Lymphödemrisiko zu minimieren.
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