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Azetabulär bezeichnet alles, was die Hüftpfanne (Acetabulum) betrifft. Der Begriff ist zentral in der Orthopädie und Unfallchirurgie.
Azetabulär bezeichnet alles, was die Hüftpfanne (Acetabulum) betrifft. Der Begriff ist zentral in der Orthopädie und Unfallchirurgie.
Azetabulär ist ein medizinisches Adjektiv und beschreibt Strukturen, Prozesse oder Erkrankungen, die das Acetabulum – die Hüftpfanne – betreffen. Das Acetabulum ist die napfförmige Vertiefung im Beckenknochen, in der der Hüftkopf (Caput femoris) sitzt und so das Hüftgelenk bildet. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort acetabulum (Essigschälchen) ab, das die Form der Gelenkpfanne beschreibt.
Das Acetabulum wird von drei Knochen gebildet, die im Wachstumsalter noch getrennt sind und sich später vereinen:
Die Gelenkfläche des Acetabulums ist halbmondförmig (Facies lunata) und mit Knorpel überzogen. Der Gelenkrand wird durch den faserknorpeligen Labrum acetabulare (Hüftpfannenlippe) verstärkt, der die Gelenkstabilität erhöht und den Hüftkopf besser umschließt.
Frakturen des Acetabulums entstehen meist durch hochenergetische Traumata, wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus großer Höhe. Sie werden nach der Klassifikation von Judet und Letournel in verschiedene Frakturtypen eingeteilt. Die Behandlung erfordert häufig eine operative Versorgung, um die Gelenkfläche exakt wiederherzustellen und eine posttraumatische Arthrose zu verhindern.
Bei der Hüftdysplasie (Dysplasia coxae) ist die Hüftpfanne zu flach oder fehlgeformt, sodass der Hüftkopf nicht ausreichend überdacht wird. Dies kann angeboren sein oder sich im Wachstum entwickeln. Unbehandelt führt die Dysplasie zu frühzeitiger Hüftarthrose. Die Therapie reicht von Spreizschienen im Säuglingsalter bis zu korrigierenden Beckenosteotomien im Jugend- und Erwachsenenalter.
Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) beschreibt ein mechanisches Einklemmen von Gewebe zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne. Beim sogenannten Pincer-Typ liegt eine Überdeckung des Hüftkopfes durch die Hüftpfanne vor. Dies führt zu Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und langfristig zu Knorpelschäden sowie Arthrose.
Bei der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (Totalendoprothese, TEP) wird die azetabuläre Komponente (Pfannenteil) im Acetabulum verankert. Sie besteht meist aus Metall und ist mit einem Inlay aus Polyethylen, Keramik oder Metall ausgekleidet, in dem der Prothesenkopf gleitet. Die korrekte Positionierung dieser Komponente ist entscheidend für die Funktion und Langlebigkeit der Prothese.
Zur Beurteilung des Acetabulums stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:
Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung:
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