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B-Zell-Depletion bezeichnet die gezielte Verminderung oder Beseitigung von B-Lymphozyten im Blut und Gewebe. Sie wird therapeutisch bei Autoimmunerkrankungen und bestimmten Blutkrebsarten eingesetzt.
B-Zell-Depletion bezeichnet die gezielte Verminderung oder Beseitigung von B-Lymphozyten im Blut und Gewebe. Sie wird therapeutisch bei Autoimmunerkrankungen und bestimmten Blutkrebsarten eingesetzt.
Die B-Zell-Depletion bezeichnet einen medizinischen Vorgang, bei dem B-Lymphozyten – eine spezifische Gruppe weißer Blutkörperchen des Immunsystems – gezielt aus dem Blut, dem Knochenmark oder anderen Geweben entfernt oder stark reduziert werden. B-Lymphozyten (auch B-Zellen genannt) spielen eine zentrale Rolle bei der Immunabwehr, da sie Antikörper produzieren. Bei bestimmten Erkrankungen, bei denen B-Zellen schädliche Antikörper bilden oder unkontrolliert wachsen, ist deren gezieltes Ausschalten therapeutisch sinnvoll.
Die B-Zell-Depletion erfolgt meist durch den Einsatz von monoklonalen Antikörpern, die spezifisch an Oberflächenproteine von B-Zellen binden. Das häufigste Zielmolekül ist CD20, ein Protein, das auf der Oberfläche reifer B-Zellen vorkommt. Bindet ein CD20-gerichteter Antikörper – wie Rituximab – an dieses Molekül, wird die B-Zelle durch verschiedene Mechanismen zerstört:
Neben CD20-gerichteten Antikörpern gibt es auch Wirkstoffe, die andere B-Zell-Moleküle wie CD19 oder CD22 als Zielstruktur nutzen.
Bei Autoimmunerkrankungen bildet das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen körpereigenes Gewebe. Die B-Zell-Depletion kann diesen Prozess unterbinden. Typische Indikationen sind:
Bei B-Zell-Lymphomen und anderen B-Zell-Neoplasien (bösartige B-Zell-Erkrankungen) wird die B-Zell-Depletion als Teil der Chemotherapie oder eigenständige Therapie eingesetzt. Beispiele:
Die bekanntesten Wirkstoffe, die zur B-Zell-Depletion eingesetzt werden, sind:
Da B-Zellen ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems sind, führt ihre Depletion zu einer temporären Schwächung der Immunabwehr. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Vor Beginn einer B-Zell-Depletion werden üblicherweise Screeninguntersuchungen auf latente Infektionen durchgeführt und der Impfstatus des Patienten überprüft.
Nach einer B-Zell-Depletionstherapie wird regelmäßig die Anzahl der B-Zellen im Blut (mittels Durchflusszytometrie) sowie der Immunglobulinspiegel kontrolliert. Die Regeneration der B-Zellen beginnt in der Regel nach 6–12 Monaten, kann jedoch je nach eingesetztem Medikament und individuellem Ansprechen variieren.
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