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Baicalin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus der Wurzel von Scutellaria baicalensis. Es wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und wird in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.
Baicalin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus der Wurzel von Scutellaria baicalensis. Es wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und wird in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.
Baicalin (chemisch: Baicalein-7-O-Glucuronid) ist ein pflanzliches Flavonoid, das hauptsächlich in der Wurzel der Baikal-Helmkraut-Pflanze (Scutellaria baicalensis) vorkommt. Es ist das Glykosid des Aglykons Baicalein und zählt zu den am besten erforschten Naturstoffen aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Baicalin wird im Körper durch Darmbakterien in seine aktive Form Baicalein umgewandelt.
Baicalin entfaltet seine biologische Wirkung über mehrere molekulare Mechanismen:
In der traditionellen chinesischen Medizin wird Baicalin seit Jahrtausenden angewendet, vor allem als Bestandteil von Heilkräuterformulierungen wie Huang Qin. Traditionell wird es bei fieberhaften Erkrankungen, Entzündungen, Infektionen und Lebererkrankungen eingesetzt.
In der modernen Forschung wird Baicalin unter anderem in folgenden Bereichen untersucht:
Standardisierte Dosierungsempfehlungen für Baicalin als Nahrungsergänzungsmittel variieren je nach Hersteller und Anwendungszweck. In klinischen Studien wurden häufig Tagesdosen zwischen 100 und 2.800 mg verwendet, abhängig von der Indikation. Eine allgemeingültige, offiziell festgelegte Tagesdosis existiert bislang nicht. Die Einnahme sollte nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker erfolgen.
Baicalin gilt bei moderater Einnahme allgemein als gut verträglich. In Studien wurden folgende unwünschte Effekte beobachtet:
Schwangere, Stillende und Personen mit Lebererkrankungen sollten Baicalin nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Kinder sollten es nicht ohne medizinische Aufsicht verwenden.
Die Mehrzahl der vorliegenden Studien zu Baicalin sind präklinischer Natur (Zellkultur- und Tierstudien). Klinische Humanstudien sind bisher begrenzt, zeigen jedoch vielversprechende Ergebnisse, insbesondere im Bereich der Entzündungshemmung und antiviralen Wirkung. Eine abschließende klinische Bewertung für die meisten Indikationen steht noch aus.
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